Ökologische Durchgängigkeit
Viele Bachlebewesen müssen, wie die Forelle, zur Eiablage die sauerstoffreichen quellnahen Bereiche aufsuchen. Die Nachkommen werden sich dann, während der Larvalentwicklung, allmählich wieder bachabwärts bewegen, um ihren wachsenden Bedarf an Nährstoffen zu decken.
Werden die regelmäßigen Wanderbewegungen durch Barrieren verhindert, sterben viele Arten aus und die Bachzönose verarmt.
Die Wanderbarrieren sind vor allem in Form von Bachverrohrungen unter den zahlreichen Wegequerungen zu finden.
Auch Teichanlagen und Staustufen stellen häufig unüberwindbare Hindernisse dar.
Gemäß der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union, die kurz vor der Umsetzung steht und sämtliche Gewässerunterhaltungsträger auch finanziell in die Pflicht nehmen wird, ist "für alle Gewässer ein guter ökologischer Zustand zu erreichen".
Ein solcher Zustand setzt u.a. auch die ökologische Durchgängigkeit voraus.