am 14. Juli 2011
wurde das
„Infonetzwerk Gewässerlebensräume" Teil 2
eröffnet

Durch die Förderung des Landschaftsverbandes Rheinland
konnte nun eine zweite Serie an Informationstafeln im Rahmen
des Netzwerkes „Natürliche und naturnahe
Gewässerlebensräume“ entwickelt und aufgestellt werden.
Ausgehend von allen Tafeln werden interessante
Rundwanderwege für die Besucher angeboten:



Feuersalamander, Edelkrebs, Bachneunauge und Mühlkoppe sind die neuen Sympathieträger, die fortan die Besucher über die bisher in Bad Münstereifel, Schleiden, Hellenthal und Dahlem durchgeführten umfangreichen Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung informieren.
Die angebotenen Wander- und Erlebnisrouten zum
Informationsnetzwerk Gewässerlebenräume liegen im
Liersbachtal (Bad Münstereifel), Schafbachtal (Schleiden),
Simmeler Bachtal (Dahlem) und Wolferter- und Pützbachtal (Hellenthal)
An allen Startpunkten der Rundwanderwege stehen neben den
Informationstafeln, Informationsflyer mit Streckenverläufen und
interessanten Informationen zur Verfügung.
Das Faltblatt mit den jeweiligen Wegbeschreibungen steht Ihnen hier als Download zur Verfügung:
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.Hellenthal.de
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Im Sommer 2010 entstanden
4 neue Wanderpfade
im Rahmen des
„Informationsnetzwerkes
Gewässerlebensräume“
in der Gemeinde Hellenthal
Bürgermeister Westerburg (Gemeinde Hellenthal) bei der Ansprache zur Eröffnung des Eisvogelpfades.
In den vergangenen Jahren hat die Biologische Station Euskirchen recht erfolgreich zahlreiche Projekte zur Gewässerrenaturierung umgesetzt.
Eine gezielte Information der breitenÖffentlichkeit über diese sehr umfangreichen und weitreichenden Projekte ist dabei bisher zu kurz gekommen.

Durch die großzügige Förderung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) konnte die Biologische Station jetzt in vier Gewässersystemen der Gemeinden Dahlem und Hellenthal die ersten vier Tafeln eines „Informationsnetzwerkes Gewässerlebensräume“ erarbeiten und aufstellen lassen.
Jede Informationstafel ist zudem Ausgangspunkt zu einem Wanderpfad in das jeweilige Gewässersystem. Die Wanderpfade sind:
Prether Bachtal, Wilsam- und Lewerttal und Manscheider Bachtal
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Zu den einzelnen Gewässerpfaden ist ein Faltblatt herausgegeben worden, welches die genauen Wanderstreckenverläufe beinhaltet und an jedem Tafelstandort in einem eingehängten Kasten vorzufinden sind. Zusätzlich werden sie auch im Rathaus der Gemeinde Hellenthal/Tourist Info ausgelegt.
Kontakt: www.hellenthal.de
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Wanderbuch-Autor Manuel Andrack
übernahm die Patenschaft über den
Eisvogel in Hellenthal.

Journalist und Wanderbuchautor Manuel Andrack (Dritter von links) übernahm am Mittwochabend offiziell die Eisvogelpatenschaft im Hellenthaler Rathaus. (Bild: Klinkhammer)
Hellenthal - Der Journalist und Wanderbuchautor Manuel Andrack, bekannt aus der Harald-Schmidt-Show, wurde am Mittwochabend offiziell zum Eisvogelpaten gekürt. Im Hellenthaler Rathaus erhielt der 45-Jährige eine Urkunde, die der Tiermaler Conrad Franz mit einem Abbild des „fliegenden Edelsteins“ verziert hatte. Durch ihre Unterschriften besiegelten Bürgermeister Rudolf Westerburg und Dieter Pasch, Leiter der Biologischen Station des Kreises Euskirchen, die Kooperation.
Im Dezember 2009 wanderte Andrack bereits auf den Spuren des Eisvogels entlang der Preth. Die Landschaft um den ausgewiesenen Eisvogel-Wanderweg gefiel ihm so gut, dass er damals kurz vor seiner Heimreise versprach, die Patenschaft über den bunt schillernden Vogel zu übernehmen.
Der „türkisfarbene Pfeil“, wie der Eisvogel auch genannt wird, benötigt sehr sauberes Wasser. Die Gemeinde Hellenthal ist zwar chronisch klamm, was die Finanzen angeht, stellte Westerburg klar. Dafür finden allerdings Tiere wie der Eisvogel oder auch der Biber in rund 200 Fließgewässern im Gemeindegebiet die besten Lebensbedingungen vor.
Einfache Anfrage
Dieter Pasch, der die Patenschaft durch eine einfache Anfrage per E-Mail eingefädelt hatte, wagte einen Vergleich zwischen dem „großen Andrack und dem kleinen Piepmatz“. Beiden ist der Schnabel ganz gut gewachsen, beide bereiten ihre Nahrung sorgfältig zu und beide lieben den hohen Ansitz in attraktiven Landschaften. Pasch: „Der Blick von oben, der Blick in die Ferne und der Blick nach vorn, das verbindet Manuel Andrack mit dem Eisvogel.“
Der frisch gebackene Patenonkel gab den Anwesenden, darunter viele Hellenthaler Lokalpolitiker und Touristikfachleute der Region, einen Einblick in seine Bemühungen, sein Patenkind endlich einmal live und in Farbe zu sehen. Denn in einem Punkt unterscheiden sich Andrack und der Piepmatz sehr deutlich:
Der Vogel ist enorm scheu - und ungeheuer schnell.
Andrack: „Als ich heute in Hellenthal ankam, wollte ich ursprünglich noch eine Wanderung auf die Wildenburg absolvieren.“ Zur Ferienwohnung des Gastgebers Aldert van Weeren in Blumenthal, in der der Wandervogel Quartier bezogen hatte, gehört aber ein parkähnliches Grundstück mit Bachlauf. Die Wasseramsel und auch der Eisvogel sind dort zu Hause. Andrack schlug also nicht den Weg zur Wildenburg ein, sondern nahm am „Spitzenfließgewässer“ mitten in Blumenthal Platz, um dem Eisvogel in die Augen zu sehen.
Aldert van Weeren trichterte seinem Gast noch ein: „Wenn es »sssitt« macht, dann kommt er vielleicht vorbei.“ Zwei Stunden lang wartete Andrack an diesem Nachmittag auf das „sssitt“ - dann gab er vorerst auf. Doch er will weiter „dranbleiben“, um dem Eisvogel endlich einmal selbst zu begegnen.
Eisvögel, Fließgewässer,
Ökokonten und Verrohrung -
Kolumne von Manuel Andrack
Seit kurzem bin ich Pate eines Wanderwegs in der Eifel-Gemeinde Hellenthal. Da man sich ein wenig um sein Patenkind kümmern muss, habe ich mich natürlich schlau gemacht und bin in die Nordeifel, nahe der belgischen Grenze gefahren. Der Weg verläuft im Tal der Preth und heißt „Eisvogelwanderweg”. Warum? Weil in Hellenthal einiges für die sogenannte Renaturierung der Fließgewässer getan wurde und da hat der Eisvogel gesagt, hey, Spitzen-Fließgewässer, da ziehe ich hin, gründe Familien und fange meine Fischnahrung in den renaturierten Fließgewässer.

Der Autor: Manuel Andrack
Inzwischen habe ich mir, eigentlich als Flora- und Fauna-Legastheniker bekannt, einiges über den Eisvogel angeeignet. Ich kannte den Eisvogel bisher nur als Werbetier einer mittelhessischen Biersorte, wahrscheinlich hat der arme Piepmatz noch nicht einmal Tantiemen für die Mitwirkung an diesem Werbespot bekommen. Ich weiß inzwischen, dass sein Name nicht von EIS kommt, sondern von EISERN. EISERN, wegen der blau-metallic Färbung seines Gefieders.
Es gibt auch eine andere Geschichte über die Färbung seines Gefieders. Der Eisvogel war nämlich mal grau, oh ja, und hatte sich bei Noah auf die Arche geschmuggelt. Ein ziemlich nutzloses Tier, oberflächlich betrachtet. Aber Noah hatte den damals noch namenlosen Piepmatz entdeckt und befahl ihm, den Kundschafter zu machen. Er sollte so weit fliegen wie er konnte, um zu sehen, ob es schon eine Ende wäre mit der Sintflut. Und der Vogel flog und flog und flog, so hoch und so weit, dass er vom Himmel die blaue Färbung und von der Sonne einen schönen Sonnenbrand am Bauch bekam. Übrigens hörte die Sintflut dann doch irgendwann auf und der Eisvogel wollte das pflichtbewusst dem Noah melden, fand aber die doofe ARCHE nicht mehr. Total verpeilt! Und seitdem saust er an jedem fließenden Gewässer hinauf und hinunter, damit er den Noah findet. Auch in Hellenthal.
Aber sehen, sehen kann man ihn höchst selten. Er ist nämlich auch scheu. Das Bambi der Lüfte. An der Preth tummeln sich außer dem Eisvogel manche Tierarten, die sich lange nicht mehr in der Eifel haben blicken lassen: Fischotter, Luchs und Biber. Ich habe ein wenig Sorgen, dass der Kollege Biber dem kleinen Eisvogel demnächst den Rang abläuft. Der Biber im Preth-Tal nagt und knabbert und knuspert, die spitz abgenagten Baumstümpfe kann man echt nicht übersehen. Aber der Biber selbst bleibt unsichtbar. Nur im Dunkeln mit Nachtsichtgerät ist er zu orten. Hoffen wir mal, dass der Biber zum Beispiel für die Kinder nicht irgendwann spannen-der wird als der Eisvogel. Eine schreckliche Vorstellung wäre, dass der Eisvogelweg in Hellenthal 2011 in Biberweg umbenannt würde.
Ich wandere an der Preth. Paff. Ein Knall im Wald. Jäger? Oder will ein Landwirt den Problem-Luchs Brüno erlegen, weil der ihm die Schafe fledderte? Falsch. Ein belgischer Soldat (Wallone, Flame?) zündet im nahen Truppenübungsgelände eine dicke Granate. Die Grenze ist nur drei Kilometer entfernt.
Wandern macht schlauer und so erfahre ich während meiner Wanderung im Preth-Tal, was es auf sich hat mit der Renaturierung.So können z.B. die auf den ersten Blick harmlosen Teiche ziemlich fies sein. Der Ökologe sagt, die stören den zügigen Wasserlauf, weil Teiche eben eher ein Steht-so-rum-Gewässer sind und man will doch unbedingt die Fließgewässer haben. Damit eben die Eisvögel kommen. Und dann kommt der Biber, staut das fließende Gewässer und dann wird es ein Biberteich. Komplizierte Natur. Und ganz schlimm, lerne ich, ist die Verrohrung. Dass Verrohung doof ist, wissen wir ja längst. Aber auch die Gepflogenheit früherer Jahre, Flüsse und Bäche in Rohre zu zwingen, ist ganz und gar dem ökologischen Gedanken zuwider. Da wird viel Geld in die Hand genommen, um die Verrohrung in eine Verbrückung umzuwandeln.
Und wer zahlt das alles, wer hat so viel Geld? Die Gewerbetreibenden und feinen Herren Investoren zahlen das, wenn sie zum Beispiel mal wieder einen Parkplatz für eine Million Hellenthaler Autos vorm Lidl bauen möchten. Dafür zahlen die Bodenversiegler aufs Ökokonto. Das Ökokonto heißt nicht nur einfach „Konto“ und ist virtuell, nein, da ist echt harter Cash drauf, und davon wird die ganze schöne Renaturierung finanziert. Und dann kommt eben der Eisvogel wieder.
Schön, wieder eine Menge gelernt über Eisvögel, Fließgewässer, Ökokonten und Verrohrung, es lohnt sich eben, das Pate-Sein.
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Eisvogel-Ausstellung
wandert durch Hellenthal

Die Wanderausstellung zum Eisvogel ist durch die großzügige Förderung der HIT-Umweltstiftung ermöglicht worden. Die Ausstellung wird für einige Wochen im Nationalpark-Infopunkt der Gemeindeverwaltung zu sehen sein und anschließend durch Schulen und öffentliche Gebäude wandern.
Flyer zum Eisvogel-Wanderweg
entlang des Prether Bachtals

Der Flyer mit dataillierten Informationen rund um den "Fliegenden Edelstein" und der Wanderweg-Beschreibung, ist in der Touristik-Information im Rathaus der Gemeinde Hellenthal erhältlich.
Eisvogel-Online
Mit einem Link auf die Eisvogelinformationsseite des holländischen Naturschutzverbandes ist auch ein Online-Blick in eine Eisvogelbrutröhre nutzbar. Sie gelangen über die Homepage der Gemeinde Hellenthal direkt zur WebCam (www.hellenthal.de/Startseite/TopThemen).
Pilotprojekt zur naturnahen Gewässerunterhaltung
Für 2009 und 2010 sind in Hellenthal noch weitere Aktionen und Projekte für den Eisvogel in Vorbereitung:
Pilotprojekt mit Förderung durch das Land NRW zur naturnahen Gewässerunterhaltung,
Aufbau eines Informationsnetzwerkes Gewässerlebensräume und
ein Eisvogelfest am Samstag, den 10. Oktober.
Eisvögel müssen sich in Hellenthal einfach wohl fühlen.
Wie kommt der Eisvogel zu seinem prachtvollen Gefieder

Nach einer französischen Sage wurde der zu Zeiten Noahs noch grau gefärbte Eisvogel von Noah der Taube nachgeschickt, um zu erkunden, ob sich die Wasser der Sintflut bereits zurückgezogen hätten. Da er auf seinem Flug einem Sturm ausweichen musste, flog er so hoch, dass die Oberseite die blaue Farbe des Himmels annahm und die Unterseite von der Sonne rot gebrannt wurde. Als der Eisvogel bei Noah berichten wollte, fand er die Arche nicht mehr, so dass er bis heute die Gewässer nach Noah suchend abstreift…
Weitere Informationen unter:
www.hellenthal.de
www.biostationeuskirchen.de
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Rurroute- wandern im romatischen Rurtal
Im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen LIFE-Natur Projektes,
ein Gemeinschaftsprojekt der Biologischen Stationen im Kreis Aachen und Euskirchen, wurde ein ca. 7 km langer Rundwanderweg
entlang der Rur entwickelt.
Durch einen besonders schönen Abschnitt des Rurtals führt vom Parkplatz Nobertuskapelle an der L106 zwischen Monschau-Mützenich und Monschau-Kalterherberg die so genannte Rur-Route.
Enlang des Weges machen dort seit Oktober 2008 sieben „Naturpunkte“ auf Besonderheiten aufmerksam. Sie sind nummeriert und mit der Bachforelle "Bernd" gekennzeichnet.
Sie erfahren dort mehr über die Pflanzenvielfalt des Rurtales, über die Laichwanderung der Fische, die historische Nutzung des Tales und darüber, wie den bedrohten Pflanzen und Tieren geholfen wird.

Die zugehörigen Informationen können Sie in einem Faltblatt nachlesen.
Sie können diesen Flyer bei der Biologischen Station im Kreis Aachen
(www.bs-aachen.de) oder der Biologischen Station im Kreis Euskirchen bestellen.
Bei der Monschau Touristik sind die Wanderflyer für Interessierte ausgelegt.