Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V. - Biostation Euskirchen - In der Eifel - gemeinsam für Mensch und Natur

Aufgaben der Biostation

Station

Vertragsnaturschutz Abwicklung mit den Landwirten

 

Der Vertragsnaturschutz im Rahmen des Kulturlandschaftsprogrammes (KULAP) schafft die Möglichkeit, besonders erhaltungs- und schutzbedürftige Lebensräume für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu bewahren.

Im Kreis Euskirchen werden mit diesem Programm in den Mittelgebirgslagen (Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall, Mechernich, Bad Münstereifel, Nettersheim, Schleiden) zwei wesentliche Zielsetzungen verfolgt.

Zum einen ist es der Erhalt und vor allem auch die weitere

Bewirtschaftung einer wertvollen und artenreichen Kulturlandschaft

als Lebensraum für Pflanzen,

Tiere und Menschen und zum anderen der besondere Biotop- und Artenschutz auf Restflächen historischer Landnutzungsformen durch spezifiesche Bewirtschaftung. Dabei steht die extensive Grünlandnutzung im Vordergrund.

 

Durch die Integration der Naturschutzarbeit in den landwirtschaftlichen Betrieb besteht nicht nur eine leistungsgerechte Bezahlung der erbrachten Dienstleistungen, sondern es ergibt für viele Landwirte ein

zusätzliches Betriebseinkommen.

 

 

Landschaftspflege mit Nutztieren

Die notwendigen Pflegemaßnahmen auf den ertragsarmen und artenreichen Kalkmagerrasen und Heideflächen orientieren sich an der historischen Bewirtschaftung.
Für die größeren Schutzgebiete "Lampertstal und Alendorfer Kalktriften",
"Schavener Heide" sowie "Eschweiler Tal und Kalkkuppen" gelang es, zwei Wanderschäfer zu finden,

die nach den Vorgaben eines Beweidungsplanes die schwierige Hütung

auf den oft unübersichtlichen Kalk- und Silikatmagerrasen

sowie Heideflächen übernahmen.

 

Kartierungen

Was man schützen und pflegen will, muß man kennen. Nach diesem Motto werden von der Biologischen Station für Maßnahmen im Naturschutz Kartierungen und Grundlagenerhebungen durchgeführt. Unterstützung erfolgt hierbei durch zahlreiche Diplom- und Promotionsarbeiten der umliegenden Hochschulen.

Die Biologische Station koordiniert seit 1994 die kreisweite Erfassung der Amphibien und Reptilien,

die überwiegend durch einen ehrenamtlichen Arbeitskreis erfolgt.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis wurde eine Ausstellung

der Amphibien des Kreises Euskirchen erarbeitet, ein Verbreitungsatlas ist geplant.

Außerdem werden die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete

Biotop und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt.

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit führt die Biologische Station im Kreis Euskirchen Vortragsveranstaltungen sowie Diavorträge zu aktuellen Themen

aus ihrem Arbeitsbereich durch.

Ebenso wird die Projektarbeit durch Seminare und Exkursionen ergänzt,

die in den jeweiligen Gebieten von den wissenschaftlichen Mitarbeitern

begleitet werden.

Einen weiteren Einblick in die Arbeit der Biologischen Station gewähren
Ausstellungstafeln sowie Publikationen aus eigener Schriftenreihe.