Bisherige EntwicklungBisherige Entwicklung des Vertragsnaturschtuzes
Die Anfänge der Landschaftspflege durch Landwirte im Kreis Euskirchen Eine Aufstockung der finanziellen Mittel (Kreispflegeprogramm) und eine starke Ausdehnung der Pflegemaßnahmen durch Landwirte waren die Folge.
1985 legte das Land NRW mit der Landwirtschaft ein "Programm für eine umweltverträgliche und standortgerechte Landwirtschaft in NRW" auf. Seit 1987 besteht das Mittelgebirgsprogramm, wodurch Landwirte einen finanziellen Ausgleich für freiwillige Nutzungseinschränkungen zugunsten des Naturschutzes erhalten. Zunächst war für die Organisation und Betreuung des Mittelgebirgsprogrammes das Amt für Agrarordnung zuständig. Schon im zweiten Jahr konnten 99 Verträge mit 419,03 ha abgeschlossen werden.
Von 1987 bis 1994 wurden insgesamt 995,25 ha unter Vertrag genommen. Im Jahr 1994 gab es 231 Verträge mit 175 Landwirten. Ab 1996 ging die Zuständigkeit für das Streuobstwiesen und das Mittelgebirgsprogramm an den Kreis Euskirchen über. Die Biologische Station übernahm die fachliche Betreuung, die Beratung der Landwirte und Durchführung des Programmes vor Ort. In dem Übergangsjahr 1996 wurden viele der bestehenden Kreispflegeverträge in das neue Kulturlandschaftsprogramm überführt. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich auch durch weitere Neuabschlüsse auf 434 unter Mitwirkung von 321 Landwirten. Die Vertragsfläche wuchs damit auf 1.881,71 ha an. In diesem Jahr flossen knapp 926.000,- DM im Rahmen dieses Programmes an Landwirte im Kreis Euskirchen. Außerdem stellten das Land NRW und der Kreis Euskirchen 220.000,- DM für weitere Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung, die nicht im Rahmen des Kulturlandschaftsprogrammes förderfähig waren. Mit der Einführung der Agenda 2000 wurde der Vertragsnaturschutz neu geregelt.
Die "Verordnung zur Förderung des ländlichen Raumes" führte zur Bündelung aller im ländlichen Raum bedeutsamen Förderprogramme. Entscheidende Neuerungen sind die Erhöhung der Bewirtschaftungsentgelte und eine Erweiterung der zur Verfügung stehenden Mähzeitpunkte. Neu ist vor allem das sogenannte Aushagerungspaket für bisher intensiv bewirtschaftete Wiesen. Ein reges Interesse der Landwirtschaft führte im Jahr 2000 zu einer Reihe neuer Vertragsabschlüsse. Aktuell stehen etwa 2.400 ha mit rund 360 Landwirtenunter Vertrag.
Der Vertragsnaturschutz hat sich in NRW und vor allem auch im Kreis Euskirchen etabliert und ist für viele Landwirte zu einem zweiten Einkommensstandbein geworden. |
Impressionen vom ImagefilmSehen Sie hier einige Impressionen aus dem neuen Imagefilm der Biologischen Station Euskirchen e.V. als Bildergallerie. |











