Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V. - Biostation Euskirchen - In der Eifel - gemeinsam für Mensch und Natur

Grünland der Feuchten oder Nassen Standorte

Vom Flachland bis in die Höhenlagen der Eifel findet man feuchte und nasse Wiesenund Weiden in Bachtälern, Mulden und an stärker durchrieselten quelligen Bereichen. Die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften ist überwiegend vom Wassergehalt des Bodens und von der Höhe des Grundwasserspiegels abhängig und ändert sich oft auf kleinem Raum. Die Flächen werden in vielen Fällen nicht vor dem 15.7. gemäht bzw. sehr extensiv beweidet.

 

 

Die Wiesenknöterichwiesen sind vom hoch anstehenden Grundwasser beeinflußt.
Im Sommer können sie oberflächlich abtrocknen. Hier wachsen Arten der typischen Wiesen zusammen mit denen, die an größere Feuchtigkeit angepaßt sind und bilden ein reiches Blütenmeer. Oft ist der Wiesenknöterich (Polygonum bistorta) mit seinen rosa Blütenständen aspektbestimmend. Im Frühjahr fallen besonders die leuchtend gelb blühenden Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) auf. Dazwischen blühen die Kukuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) und die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale).

 

In den Kleinseggenrieden, wo der Grundwasserspiegel fast das ganze Jahr über
an der Oberfläche steht, wechseln sich Dominanzbestände von Binsen und Seggen ab. Besonders attraktiv wirken im Frühjahr in diesen Flächen die
leuchtend weissen Blüten des Fieberklees (Menyanthes trifoliata) und die Fruchtstände des Schmalblättrigen Wollgrases (Eriophorum angustifolium).

 

DerartigeGrünlandflächen der feuchten und nassen Standorte sind stark gefährdet, da sie zur besseren Bewirtschaftbarkeit oft trockengelegt wurden.
Andernfalls wurde die Nutzung ganz aufgegeben oder eine Fichtenaufforstung durchgeführt.