PressearchivNideggen und Nettersheim/Eifel, 12. Mai 2010
Zukunft für die Eifeler Streuobstwiesen
Große Resonanz bei landesweit einmaliger Tagung auf Burg Nideggen Über 80 Interessierte aus der Region sowie Fachleute aus ganz NRW und darüber hinaus folgten der Einladung des Zentrums für Ländliche Entwicklung (ZeLE) und der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Nideggen, über Nutzung und Erhalt der Eifeler Streuobstwiesen zu diskutieren. Zu Fördermöglichkeiten, Vermarktung und Naturschutz berichteten die von der ZeLE eingeladenen Fachleute. Aktive aus der Region stellten ihre Arbeit dar. Anschließend gab es einen bislang einzigartigen Austausch zwischen Obstwiesenbesitzern und Interessierten über die Zukunft der Streuobstwiesen der Nordeifel. Die Diskussion wurde während einer Obstwiesen-Exkursion in Kreuzau-Boich lebhaft fortgeführt. Streuobstwiesen gehören zu den prägenden Elementen der Kulturlandschaft in der Eifel und sind ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. „Der Erhalt der Streuobstwiesen als landschaftstypisches Element der Eifel liegt mir sehr am Herzen“, begrüßte Margit Göckemeyer, Bürgermeisterin der Stadt Nideggen, die Teilnehmer. „Die Eifeltypischen Streuobstwiesengürtel dienen selten gewordenen Tierarten wie dem Steinkauz oder Grünspecht als Lebensraum“, so Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, Leiter
Foto:
Früher stellte die Nutzung der Streuobstwiesen einen Teil der bäuerlichen Versorgung im ländlichen Raum sicher, was heute selten geworden ist. Pflege und Ernte sind für viele Besitzer unwirtschaftlich. Eigens entwickelte Förderprogramme sollen Obstwiesenbesitzer unterstützen, alte Bestände durch Pflege und Nachpflanzung zu erhalten. Die Biostationen der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen helfen bei der Antragstellung. Die Regionalmarke Eifel stellte sich als Markenlabel mit hohem Anspruch an Qualitäts- und Markensicherung vor. Saft und Obstbrand von Streuobstwiesenfrüchten werden bereits von Renette Eifeler Obstwiesen e.V. und Föno GbR unter der Regionalmarke Eifel vermarktet. Udo Zerfowski, Renette Eifler Obstwiesen e.V., schließt: „hier sind jung und alt Pressekontakt:
Kölner Stadtanzeiger 06.05.2010
Die Biber sind wieder da
Von Gudrun Klinkhammer
Lutz Dalbeck, Biberfachmann der Biologischen Station Düren,
berichtet, dass nicht nur im Prethbachtal, sondern auch am
Manscheider Bach, im Quellgebiet der Olef, an der Urft und
im Rotbachtal bei Zülpich Biber inzwischen heimisch sind.
„Castor fiber“ lautet der lateinische Begriff für den Biber. Bei ihm handelt es sich um das größte europäische Nagetier. (Bild: Biologische Station Düren)
Arnold Gehlen (l., Kreis Euskirchen), Dieter Pasch (3.v.l., Biologische Station Euskirchen), Conrad Franz (4.v.l., Tiermaler), Paul-Joachim Schmülling und Alexandra Gerhards (r., Gemeinde Hellenthal). (Bild: Klinkhammer)
Das war der Biber, der ein reiner Vegetarier ist. Derart gefällte Bäume säumen unter anderem das Prethbachtal und den Manscheider Bach.
Hellenthal/Oberprether Mühle - Die Spuren sind eindeutig: An einem Baumstamm im Prethbachtal nagte ein Biber. Vom Eisvogelwanderweg aus ist die hell leuchtende Stelle am Stamm auszumachen. Wie eine Eieruhr sieht das aus, was die Tiere aus dem Stamm genagt haben. Da der angeknabberte Baum von anderen Bäumen gestützt wird, fällt er nicht um.
Im vergangenen Herbst entdeckten Anlieger des Prethbachtals, dass sich Biber am Flussufer angesiedelt haben müssen. Immer wieder kippten Bäume um, die nach Biber-Art fachmännisch umgenietet worden waren. In einer Nacht schafft es dieses Tier, einen Baumstamm von 40 Zentimetern Durchmessern durchzubeißen.
„Castor fiber“
„Der Biber knabbert in seitlicher Richtung die Stämme entlang“, sagt Dieter Pasch, der Geschäftsführer der Biologischen Station Euskirchen mit Sitz in Nettersheim. Ein ausgewachsenes Tier wiegt rund 30 Kilogramm und wird bis zu 1,30 Meter lang. Vorwiegend verlässt „Castor fiber“, so der lateinische Name, seinen Bau in der Dämmerung.
Wieso sich das größte aller europäischen Nagetiere ausgerechnet in einem abgelegenen Hellenthaler Bachtal angesiedelt hat, erklärt Lutz Dalbeck, Biberfachmann der Biologischen Station Düren: „In den 1980er Jahren wurden im Hürtgenwald insgesamt zwölf Tiere freigelassen.“ Die Tiere stammten aus Polen. Dabei handelte es sich um Farmbestände und Wildfänge. Im Laufe der Jahre entstanden hauptsächlich an der Rur entlang im Abstand von rund drei Kilometern Biberkolonien. Dalbeck: „Heute gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen circa 350 Biber, davon knapp 80 Prozent bei uns im Kreis Düren.“
Aufgrund der hohen Population an der Rur wanderten junge Biber aus und suchten sich anderweitig neue Behausungen. Eine Strecke von bis zu 50 Kilometer können sie dabei zurücklegen. Dalbeck berichtet, dass nicht nur im Prethbachtal, sondern auch am Manscheider Bach, im Quellgebiet der Olef, an der Urft und im Rotbachtal bei Zülpich Biber inzwischen heimisch sind.
Fleißiger Nager
Beim Biber handelt es sich um ein ganz ruhiges, friedliches und auch sehr gemütliches Tier, das sein Umland gestaltet wie kaum ein anderes. Dalbeck: „Der Biber, ein reiner Vegetarier, staut die Bäche, damit er darin schwimmen kann.“ Der Eingang zur Biberburg liegt in der Regel unter dem Wasserspiegel. Der fleißige Nager fällt Bäume, um Licht in seinen Lebensraum zu bringen. Dadurch entstehen die typischen Biberwiesen entlang der Bäche.
„Castor fiber“ nimmt den Befürwortern der Renaturierungsmaßnahmen an Bachläufen nahezu alle Arbeit ab. Dalbeck: „Das Gute ist: Er arbeitet nicht nur kostenlos, sondern er braucht für seine Arbeit auch keine Genehmigung einzuholen. Zudem hält er sein Revier vorbildlich in Schuss.“ Bei den vom Biber gestalteten Wasserlandschaften handele es sich um besonders artenreiche und saubere Lebensräume.
Kölner Rundschau, Freitag, 30.04.2010
Mit dem Eisvogel auf Gewässer-Tour
Von Vera Junker
Das „Infonetzwerk natürliche und naturnahe
Gewässerlebensräume“ präsentiert ab jetzt Informationen
über die natürlichen Gewässerlebensräume und die
Renaturierungsmaßnahmen an zahlreichen Fließgewässern
der Region. Die Info-Tafeln helfen nicht nur bei der
Orientierung, sondern informieren auch.
Dieter Pasch (v.li.) von der Biologischen Station sowie die Bürgermeister Rudolf Westerburg und Reinhold Müller vor einer der neuen Infotafeln, die Wissenswertes über Fließgewässer vermitteln. (Bild: Vera Junker)
HELLENTHAL - Soziale Netzwerke erfreuen sich vor allen Dingen dank des Internets großer Beliebtheit. Die Arbeit eines neuen Netzwerks, losgelöst von der virtuellen Welt hinter dem Bildschirm, wurde nun in Hellenthal und Dahlem vorgestellt. Das „Infonetzwerk natürliche und naturnahe Gewässerlebensräume“ präsentiert ab jetzt Informationen über die natürlichen Gewässerlebensräume und die Renaturierungsmaßnahmen an zahlreichen Fließgewässern der Region.
„Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der Biologischen Station und des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) sowie der finanziellen Unterstützung durch den LVR in Höhe von etwa 15 000 Euro haben wir eine neue Austauschmöglichkeit für Wissen geschaffen“, freute sich Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg. Ohne die Unterstützung des Landschaftsverbands Rheinland hätten die Gemeinden Dahlem und Hellenthal nicht „der Natur ihre Aufgaben zurückgeben“ können, so Westerburg. Auch der Geschäftsführer der Biologischen Station Euskirchen, Dieter Pasch, zeigte sich begeistert von den bereits installierten vier Infotafeln: „Wir verfolgen damit nicht nur den Naturschutzgedanken, sondern verbinden auch das Ökologische mit dem Ökonomischen.“
Startpunkt für Wanderungen
Die aufgestellten Tafeln im Prether Bachtal, im Wilsamtal, im Lewether Bachtal und im Manscheider Bachtal sind zum einen ein neuer Schritt in der Öffentlichkeitsarbeit, zum anderen bieten sie noch einen weiteren Anreiz: „Jede Infotafel bildet zugleich auch den Startpunkt für eine Wanderung, bei der sich jeder von den Renaturierungsmaßnahmen und der Schönheit der Gewässer überzeugen kann“, erklärte Pasch. Um die Informationen und Wanderangebote möglichst attraktiv zu gestallten, dienen bekannte Vogelarten der Region als Namensspender. Eisvogel, Gebirgsstelze, Schwarzstorch und Wasseramsel begleiten von nun an die Wanderer auf ihren Wegen entlang der Bachtäler. „Ich bin mir sicher, dass nicht nur Einheimische Interesse an diesem Angebot zeigen werden, sondern auch die Gäste in der Region. Dieses erste Projekt, das die Biologische Station Euskirchen erstmals ohne andere Stationen des Rheinlands durchführt, ist erfolgsversprechend“, ist auch Julia König vom LVR überzeugt von der geleisteten Arbeit.
Auch für die Zukunft hat Pasch Ideen: „Wir werden an den Infotafeln noch Kästen anbringen, damit jeder sich auch anhand von Flyern über die Gewässersysteme und Wanderungen informieren kann. Außerdem haben wir bereits einen zweiten Antrag beim LVR gestellt, um noch weitere Tafeln aufstellen zu können.“
Kölner Stadtanzeiger, Donnerstag, 15.04.2010
Schwarzbrache hilft der
Feldlerche
Von Michael Greuel, 13.04.10
Landwirte in den Kommunen Euskirchen, Mechernich, Weilerswist und Zülpich nehmen Ackerflächen aus der Bearbeitung, damit seltene Vögel überleben können. Besonders Feldlerche und Grauammer sind gefährdet.
Die Biologin Julia Zehlius und Landwirt Freiherr Georg von Loe auf einer „Schwarzbrache“ in der Nähe von Flamersheim. (Bild: Greuel) ![]() Die Feldlerche steht auf der „Roten Liste“. (Bild: dpa)
Kreis Euskirchen - Ein unverkennbares Zeichen für den Beginn des Frühlings ist die Wiederkehr des morgendlichen Vogelgezwitschers. Um einige Arten unserer kleinen gefiederten Freunde ist es allerdings äußerst schlecht bestellt, wie die jüngst von der nordrhein-westfälischen Ornithologengesellschaft veröffentlichte „Rote Liste“ verdeutlicht.
Enorm gefährdet sind demnach Feldlerche und Grauammer, also Vögel der Feldflur, die im Gegensatz zu früheren Jahren auch in unserer Region immer seltener anzutreffen sind. Als möglichen Grund nennt das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (LANUV) unter anderem die Aufhebung der verpflichtenden Flächenstilllegung. Diese Bereiche dienten bisher als Rückzugsräume für Vögel.
Im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms des Kreises Euskirchen werden daher seit einigen Jahren verschiedene Fördermaßnahmen für Landwirte angeboten, um mit ihnen zusammen die Artenvielfalt zu schützen und zu erhalten. Finanziert wird das Programm, zu dem auch der Vertragsnaturschutz zählt, vom Land Nordrhein-Westfalen, der Europäischen Union und dem Kreis selbst. Die Betreuung der Maßnahmen obliegt zu großen Teilen bei der Biologischen Station des Kreises.
Da sich die Förderungen auf spezielle Tierarten beziehen, werden sie nicht landesweit, sondern in so genannten Förderkulissen angeboten, wo die Schwerpunkte des Vorkommens liegen. Im Kreis Euskirchen sind das bisher die Kommunen Euskirchen, Mechernich, Weilerswist und Zülpich.
Hohe Motivation
„Allein im Jahr 2009 haben wir mit Landwirten zwölf Verträge über insgesamt 31 Hektar Acker abgeschlossen, wo fortan Maßnahmen zum Feldvogelschutz durchgeführt werden“, zeigte sich Julia Zehlius von der Biologischen Station in Nettersheim recht zufrieden mit der Bilanz des vergangenen Jahres. Bemerkenswert sei dabei die Motivation gewesen, die sie bei vielen Landwirten beobachtet habe.
Diese Einschätzung wird durch den Einsatz des landwirtschaftlichen Betriebs ARIWA GbR aus Wachtberg-Adendorf gestützt. Allein auf deren Flächen in der Nähe von Flamersheim / Burg Ringsheim werden auf engem Raum mehrere Schutzmaßnahmen für Feldtiere durchgeführt. „Natürlich sind die Fördergelder für uns wichtig, schließlich müssen wir wirtschaftlich arbeiten. Aber wir sehen auch die Verantwortung, in der wir stehen“, erklärte Georg Freiherr von Loe, Gesellschafter von ARIWA, bei einer gemeinsamen Begehung der Flächen mit dem „Kölner-Stadt-Anzeiger“.
Konkret werden auf verschiedenen Äckern der ARIWA bereits seit einigen Jahren so genannte Schwarzbrachen angelegt. Diese sechs Meter breiten und über die gesamte Länge des Ackers reichenden Flecken werden beim Säen ausgelassen, so dass dort bis auf ein paar Kräuter und Gräser nichts wächst. Insbesondere die Feldlerche und das Rebhuhn profitieren von solchen Ackerstreifen, da sie ihr Futter - unter anderem Wildkräuter - vor allem an Stellen mit geringer Pflanzendeckung suchen.
Sich sonnende Feldhasen
Zudem können diese Vögel ihre Nester im angrenzenden Getreide errichten und die Brache als Anflugschneise benutzen. „Vor kurzem habe ich da außerdem einige Feldhasen beobachtet, die sich die Sonne auf den Pelz scheinen ließen“, berichtete der Freiherr von einer weiteren Feldtierart, die die Schwarzbrache gerne nutzt.
Ähnliche Wirkung haben die so genannten „Lerchenfenster“, die mit dem Projekt „1000 Fenster für die Lerche“ von den Stiftungen Rheinische und Westfälische Kulturlandschaft gefördert werden. Im Falle dieser Fenster werden auf den Äckern Rechtecke mit einer Mindestgröße von 25 Quadratmetern bei der Saat ausgelassen.
Die ARIWA hat bisher insgesamt 50 dieser „Lerchenfenster“ eingerichtet. Auf den Äckern der Gesellschaft wurde außerdem teilweise ein doppelter Saatreihenabstand eingehalten und auf den Einsatz von Insektiziden verzichtet. Der größere Platz zwischen den einzelnen Pflanzen bedeutet für die Feldtiere ebenfalls eine enorme Verbesserung des Lebensraumes. "Natürlich macht eine solche Maßnahme auch ein paar Umstände. Aber das ist es uns wert", stellte der Landwirt klar.
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Wochenspiegel Schleiden
10.03.2010
Biologische Station:
Gesetzgeber würdigt
Kompetenz
Geschäftsführer Dieter Pasch und die beiden Vorstandsmitglieder Alfons Lückerath und Volker Hoffmann standen den Medienvertretern Rede und Antwort.
Nettersheim - 10.03.2010Seit fast 20 Jahren ist die Biologische Station im Kreis Euskirchen in Sachen Erhalt der Biodiversität, Gewässerschutz und Klimaschutz in unermüdlichem Einsatz.
In diesen zwei Dekaden hat sie sich nicht nur als Landschaftspfleger ein hohes Maß an Kompetenz erarbeitet und einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Natur- und Artenschutz geleistet, sondern auch ihre starke wirtschaftliche Bedeutung für den ländlichen Raum unterstrichen. »Mit der bisherigen Tätigkeit der Biologischen Station Nettersheim sind mehr als zwölf Millionen Euro in unsere Region geflossen. Fast 7,5 Millionen Euro davon sind direkt über Projekte zum Natur- und Artenschutz sowie zur Gewässerrenaturierung in die hiesige Wirtschaft investiert worden«, so der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) sowie Geschäftsführer der Biologischen Station, Dieter Pasch: »Die Landwirte, die Naturschützer, die Kommunen und die Politik, alle schätzen die hier geleistete Arbeit für den ländlichen Raum ebenso wie die zahlreichen regionalen Firmen, die von Aufträgen der Biologischen Station profitieren.« Das hohe Maß an Kompetenz auf naturschutzfachlicher Ebene, das die Biologische Station in Nettersheim ebenso ausstrahlt wie 39 weitere Bio-Stationen in NRW und allein 145 Landschaftspflegeverbände, ist auch dem Gesetzgeber nicht entgangen. Aus diesem Grund wurde seit dem 1. März die kooperative Arbeit der regional tätigen Landschaftspflegeverbände erstmalig gesetzlich in der Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes verankert.
Mit anderen Worten: Die zuständigen Behörden sollen in Zukunft mit der Ausführung landschaftspflegerischer und gestalterischer Maßnahmen auch die Landschaftspflegeverbände und die Biologischen Stationen beauftragen. Denn: Der Erhalt der Biodiversität, die Pflege und Sicherung des europäischen Naturschutznetzes NATURA 2000, der Gewässer- und Klimaschutz und die Sicherung einer artenreichen Kulturlandschaft sind wichtige Herausforderungen und Ziele für die Zukunft der Landschaften Europas, so begründen die Gesetzgeber die Neufassung des BNatschG. Und um diese wichtigen Ziele zu erreichen, komme man an der Kompetenz der Landschaftspflegeverbände nicht vorbei. »Man hat eingesehen, dass die Biologische Stationen vor Ort bereits über ein komplexes regionales Netzwerk verfügen, das ansonsten quasi erst neu eingerichtet werden müsste, um Zielvorgaben der EU zu realisieren«, so das Vorstandsmitglied der Biologischen Station Alfons Lückerath.
Die künftige Verankerung der Landschaftspflegeverbände/Biologische Stationen im Bundesnaturschutzgesetz bezeichnete Pasch als einen wichtigen Impuls für die Akteure in den Regionen: »Sie privilegiert Landschaftspflegeverbände zur Übernahme wichtiger Zukunftsaufgaben in Deutschland.«
»Der Schutz des Klimas, der Gewässer und der Artenvielfalt stellen zentrale Zukunftsaufgaben dar«, so Pasch weiter. Der erste Vorsitzende der Biologischen Station, Volker Hoffmann, fügte hinzu: »Besonders für den Tourismus sind unsere Arbeiten äußerst wichtig geworden, denn sie machen einen Großteil der regionalen Wertschätzung aus.« Für das Jahr 2010 und auch für die folgenden Jahre hat das Team der Biologischen Station denn auch wieder ein pralles Arbeitsprogramm vor sich. Allein im Kulturlandschaftsprogramm, in dem Landwirte als Dienstleister in der Landschaftspflege tätig sind, müssen kreisweit mehr als 2200 Hektar Fläche »betreut« werden. Tendenz steigend. »Mit einem Naturschutzgroßprojekt hofft die Biologische Station darüber hinaus in den nächsten Jahren wieder verstärkt europäische Mittel in den Kreis Euskirchen holen zu können«, verriet Dieter Pasch. Im Fördertopf »LIFE+« soll nämlich unter dem Titel »Allianz für Borstgrasrasen« ein Projekt zur Wiederherstellung von orchideenreichen Arnikawiesen auf den Weg gebracht werden. »Mit diesem Naturschutzprojekt könnten erneut 2,5 Millionen Euro in die Region fließen«, zeigte sich Pasch überzeugt. Dabei geht es um eine Fläche von insgesamt 90 Hektar Borstgrasrasen in den Kommunen Kall, Hellenthal und Dahlem. Als eine weitere wichtige Aufgaben bezeichnete Pasch die wissenschaftlichen Arbeiten in den NATURA-2000-Gebieten. Hier geht es primär um die Arten-Erfassungen in den Bereichen Flora und Fauna, mit der die Biologische Station von Land und Kreis beauftragt wurde. Ebenso wichtig sei auch die weitere Gewässerrenaturierung in der Gemeinde Hellenthal, die es ermöglichen soll, dass sich der Eisvogel hier wieder heimisch fühlt. »Der Eisvogel ist das Hellenthaler Nationalparktier und das Paradetier für das Modellprojekt in der Gemeinde in Sachen naturnaher Gewässerunterhaltung.«
Natürlich wird auch weiterhin in der Eifelregion der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen am Erhalt der Streuobstwiesen gearbeitet, um diese alte Kulturlandschaft, die auch als Zufluchtort vieler selten gewordener Tiere dient, am Leben zu erhalten.
Pressemitteilung 6.11.2009
„Lebendige Bäche in der Eifel“- Großes Natur- und Gewässerschutzprojekt der Bio Stationen Aachen und Euskirchen zieht beeindruckendes Resumeé
„Hellenthal und die Biologische Station haben in zahlreichen gemeinsamen Projekten eine wichtige Partnerschaft in Sachen Gewässerenaturierung und Gewässerschutz aufgebaut. Davon profitiert die ganze Region“- so Rudolf Westerburg, Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal. Er zeigte sich beeindruckt über die Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Naturschutzmaßnahmen im europäischen LIFE-Natur-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ der Biologischen Stationen Aachen und Euskirchen. „Für den ländlichen Raum ist die Arbeit der Stationen von großer Bedeutung. Die hier gezeigten Umsetzungsmaßnahmen sind gelungene Beispiele dafür, wie ökologische Interessen und ökonomische Aspekte miteinander vereint werden können“, so Westerburg während des Pressegespräches.
Vertrauensvolle, regionale Arbeit mit erheblichem ökonomischem Mehrwert
Das Projekt hatte eine Laufzeit von knapp 6 Jahren und endete am 31. August 2009. Insgesamt wurden 2,4 Millionen Euro in das Projekt investiert. Das Projekt wurde zu je 50% aus den Töpfen der EU und des Landes NRW finanziert. Von den Naturschutzmaßnahmen profitieren nicht nur die Natur, sondern auch regionale Firmen, die die Maßnahmen vor Ort durchgeführt haben. Fast 70 % des Gesamtbudgets sind in Maßnahmen und damit direkt in die Region geflossen.
Die Kreise Aachen und Euskirchen, die Gemeinde Hellenthal und die Stadt Monschau sowie vor allem auch die Landesforstverwaltung NRW mit ihren Regionalforstämtern und auch weitere Partner haben das Projekt maßgeblich unterstützt und zu seinem Erfolg beigetragen.
Atrraktiver Film zeigt eindrucksvoll die Projektergebnisse
Besonders wichtig ist es, auch in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz für den Einsatz öffentlicher Mittel für Naturschutz und Landschaftspflege zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurde ein ansprechender Film erstellt, der inzwischen auch an alle weiterführenden Schulen in der Region verteilt wurde. Interessenten können diesen Film über die Biologische Station Euskirchen zum Selbstkostenpreis von 5.- € plus Versandkosten erwerben.
Guter ökologischer Zustand der Gewässer bereits jetzt erreicht
Das Projekt leistete bereits jetzt einen nicht unerheblichen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in der Region, die einen guten ökologischen Zustand bis 2015 für alle Gewässer fordert. „Kostenneutral wurden jetzt Maßnahmen durchgeführt, die später zu einem Großteil durch die zuständigen Unterhaltungsträger hätten bezahlt werden müssen“ so Bürgermeister Westerburg in seiner Ansprache. Alle Maßnahmen wurden nur im Einverständnis mit den Landeigentümern und -nutzern umgesetzt.
Große Erfolge für den Naturschutz in den Projektgebieten von Kyll, Perlenbach-Fuhrtsbach und Rur
Mit dem LIFE-Natur-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ wurden Bachläufe und angrenzende Auenlandschaften ökologisch extrem verbessert:
- auf 90 ha Fläche konnten gewässernahe Fichtenforste in lichte Auwälder oder bunte Feucht- und Magerwiesen und -weiden umgewandelt werden
- imposante Felskuppen im Rurtal wurden freigestellt.
- mehr als 90 Wanderbarrieren wie Rohre und Wehre wurden beseitigt
- viele Kilometer eintönige, geradlinige Gewässerabschnitte konnten wieder in lebendige, windende Bachabschnitte zurück verwandelt werden.
- an 28 Fischteichanlagen konnten ökologische Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen und die Durchgängigkeit wieder hergestellt und
- um einen Eintrag von Feinsedimenten in das Gewässerbett zu vermeiden, wurden Furten umgebaut oder durch Brücken ersetzt.
Intensive Zusammenarbeit im Natur- und Gewässerschutz
Das Projekt „Lebendige Bäche“ war und ist sicherlich auch ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Natur- und Gewässerschutz:
- 35 ha landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden im Sinne des Naturschutzes einer extensiveren Bewirtschaftung zugeführt und konnten so in das Kulturlandschaftsprogramm aufgenommen werden und .
- fast 10 km Gewässerrandstreifen wurden geschaffen. Dies alles kommt letztlich auch dem Trinkwasserschutz zu Gute.
LIFE-Natur ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Durch dieses Programm werden Projekte unterstützt, die dazu beitragen, die natürlichen Lebensräume in Natura 2000-Gebieten zu verbessern. Natura‑2000-Gebiete umfassen die so genannten Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete und die europäischen Vogelschutzgebiete. In dem Eifel-Projekt sind es die FFH-Gebiete an Rur, Perlenbach und Kyll, die im Blickpunkt der Renaturierungsmaßnahmen gestanden haben. Erst die Ausweisung als FFH- oder Vogelschutzgebiet macht eine Förderung durch die EU möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V., Tel. 02486/9507-20 und bei der Biologischen Station im Kreis Aachen e.V., Tel.02402/12617-14 sowie im Internet unter www.life-baeche.de.
f.d.R. Dieter Pasch und Stephan Miseré
Hellenthaler Bürgerinfo:
31. Oktober 2009
Eisvögel flogen nach Hellenthal…
- Großes Eisvogelfest mit breitem Zuspruch
aus der Bevölkerung-
Eisvögel sind eigentlich standorttreu und ziehen auch im Winter nicht in wärmere Gegenden. Doch am Sonntag, den 18. Oktober 2009 war alles anders: Nicht nur Eisvögel, sondern auch die Eisvogel-Begeisterten und Freunde dieser scheuen und doch so attraktiven Vogelart kamen zum großen Eisvogelfest zur Oberprether Mühle.
Trotz des herbstlich kühlen aber sonnigen Wetters nutzten Viele die Gelegenheit, das interessante und attraktive Angebot der Hellenthaler Eisvogelfest-Initiatoren zu nutzen.
Das Hellenthaler Eisvogelfest bot eine bunte Mischung aus Information, Natur erleben und regionale Spezialitäten. Nach einer zweistündigen Wanderung von Hellenthal zur Oberprether Mühle warteten bereits die angerichteten Speisen der der Landfrauen aus Ramscheid und Hollerath auf die hungrigen Wanderer. Die Bewirtung hatte die Familie Pfingsten aus der Oberprether Mühle übernommen. Informationen rund um den Eisvogel boten Biologische Station und BUND an.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Musikverein Ramscheid/Hollerath und am Nachmittag der Eifelbarde Günter Hochgürtel. Eine ökumenische Andacht gab Anlaß zum Nachdenken über die Natur.
Als Pressegag wurde in der Nähe der Oberprether Mühle mit Hilfe des Amtes für Agrartordnung und der Ausbildungsstätte der HELIOS ein riesiger Eisvogel zurecht geschnitten, der in seiner gesamten Schönheit allerdings nur aus der Luft beobachtet werden konnte.
Engagierter Kreis in Hellenthal
Schon seit vielen Monaten haben sich in Hellenthal Ehrenamtliche und Hauptamtliche an einen Tisch gesetzt, um sich für die Eisvögel und den Erhalt ihrer Lebensräume in Hellenthal einzusetzen. Dieses Fest bildete den Abschluß des Hellenthaler Eisvogeljahres 2009.
Zu den Hellenthaler „Eisvögeln“ gehören:
Alfred Gerstenkorn, Conny Franz, Marietta Schmitz, Albert Breuer, Franz Schmitz, Paul-Joachim Schmülling, Aldert van Weeren, Alexandra Gerhards, Rainer Weiher und Dieter Pasch
Auch für 2010 wird es weitere Veranstaltungen rund um den Eisvogel geben, sind sich alle Beteiligten schon jetzt einig.
Engagement für naturnahe Gewässer
Hellenthal setzt auf diesem Wege sein intensives Engagement für die Gewässerenaturierung und die naturnahe Gewässerunterhaltung konsequent weiter um. Beispielhaft ist das Engagement der Bürger, des BUND und der Biologischen Station in diesem zukunftsweisenden Prozeß der Gemeindeentwicklung.
Darauf können die Hellenthaler stolz sein.
Dieter Pasch
Pressemitteilung
18.10.2009
Eisvögel flogen nach Hellenthal…
Großes Eisvogelfest mit breitem Zuspruch aus der Bevölkerung
Eisvögel sind eigentlich standorttreu und ziehen auch im Winter nicht in wärmere Gegenden. Doch am Sonntag war alles anders:
Nicht nur Eisvögel, sondern auch die Eisvogel-Begeisterten und Freunde dieser scheuen und doch so attraktiven Vogelart kamen zum großen Eisvogelfest zur Oberprether Mühle.
Trotz des relativ herbstlichen Wetters nutzten viele die Gelegenheit,
das interessante und attraktive Angebot
der Hellenthaler Eisvogelfest-Initiatoren zu nutzen.
Geboten wurde alles,
was zu einem richtig schönen Fest gehört:
Eine geführte Wanderung auf dem neuen Eisvogel-Wanderweg unter fachkundiger Führung
Regionale Spezialitäten, die durch die Eifeler Landfrauen aus Ramscheid zubereitet wurden
eine tolle Bewirtung durch Familie Pfingsten an der Oberprether Mühle
Informationen rund um den Eisvogel durch BUND und Biologischer Station
ein überdimensionaler Eisvogel auf einer Wiese, der sogar aus jedem Flugzeug zu erkennen gewesen wäre wurde mit Hilfe des Amtes für Agrarordnung und der Ausbildungsstätte der HELIOS zurecht geschnitten
Muikalische Untermalung durch den Musikverein Ramscheid/Hollerath
Ökomenischer Gottesdienst
Höhepunkt und Abschluß: Auftritt des Eifelbarden Günter Hochgürtel
Engagierter Kreis in Hellenthal
Schon seit vielen Monaten haben sich in Hellenthal Ehrenamtliche und Hauptamtliche an einen Tisch gesetzt, um sich für die Eisvögel und den Erhalt ihrer Lebensräume in Hellenthal einzusetzen. Dieses Fest bildete den Abschluß des Hellenthaler Eisvogeljahres 2009.
Zu den Hellenthaler „Eisvögeln“ gehören:
Alfred Gerstenkorn, Conny Franz, Marietta Schmitz, Albert Breuer, Franz Schmitz, Paul-Joachim Schmülling, Aldert van Weeren, Alexandra Gerhards, Rainer Weiher und Dieter Pasch
Auch für 2010 sind schon weitere Veranstaltungen geplant.
Fließgewässerdynamik für Eisvögel
Mit einem Modellprojekt an fünf Gewässerabschnitten wird in Hellenthal außerdem in den kommenden Monaten ein neues Kapitel der naturnahen Gewässerunterhaltung aufgeschlagen.
Bereits Ende August hat der Haupt- und Finanzausschuß der Gemeinde Hellenthal den Startschuss zur Umsetzung dieses innovativen Projektes gegeben.
Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von 120.000.- €, die zu 80% über das Land NRW gefördert werden. Der notwendige kommunale Anteil wird über das Ökokonto der Gemeinde Hellenthal bereit gestellt.
Am Manscheider Bach, Wurfbach, Wolferter Bach, Pützbach und am Prether Bach sollen in den nächsten Monaten in ausgewählten Gewässerabschnitten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Fließgewässerdynamik, zur Belebung und Sicherung von Uferrandstreifen, zur Beseitigung von Ufer- und Sohlverbauungen und besonders für den Eisvogel die Anlage von Steilwänden gefördert werden.
Profitieren werden nicht nur die Hellenthaler Eisvögel, sondern vielmehr ist dieses Projekt ein weiterer wichtiger Beitrag für alle im und im Umfeld der Gewässer lebenden Pflanzen und Tiere.
Engagement für naturnahe Gewässer
Hellenthal setzt auf diesem Wege sein intensives Engagement für die Gewässerenaturierung und die naturnahe Gewässerunterhaltung konsequent weiter um. Beispielhaft ist das Engagement der Bürger, des BUND und der Biologischen Station in diesem zukunftsweisenden Prozeß der Gemeindeentwicklung.
Darauf können die Hellenthaler stolz sein.
Pressemitteilung
Nideggen/Eifel, 15.09.2009
Projektauftaktveranstaltung
"Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen"
Baumwarte für die Eifeler Streuobstwiesen
![]() Zum Projektauftakt pflanzten die Initiatoren auf der Streuobstwiese von Anni (2. v. r.) und Margret Stolz (4.v.r.) eine Quitte.
100.000 Euro LEADER-Förderung für die Kulturlandschaft Innerhalb der 15 Leader Kommunen der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen finden sich zahlreiche Streuobstwiesen, die traditionell das Erscheinungsbild der Dörfer prägen und schmücken. Die Freude an alten Kulturlandschaften spiegelt sich in zahlreich besuchten Obstbaumblütenwanderungen und Obstwiesenfesten wieder. Auch der Informationsbedarf an dem Thema Streuobst nimmt rapide zu. Leider sind die meisten Streuobstwiesen nicht mehr in allerbestem Zustand und oft überaltert. Die schöne Obstwiese der Geschwister Stolz ist da eine Ausnahme und bildete die ideale Kulisse für die Auftaktveranstaltung des
von der EU und den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen finanzierten Leader Projektes „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“, welches sich aktiv dem Erhalt und der Ausweitung von Streuobstwiesen widmet.
Schon seit Jahren sind Anni und Margret Stolz Mitglieder der Fördergemeinschaft
naturnaher Obstwiesen und -weiden (Föno), führen regelmäßige Baumpflege durch und lassen ihre Äpfel zu Saft verarbeiten, von dessen Erlös ein Teil der Baumpflege bezahlt wird. Margret Stolz: „Innerhalb unserer Wiese gibt es einige alte Apfel- und Birnensorten, die heute kaum noch bekannt sind. Saft und Kompott aus unseren Obstbäumen ist daher einzigartig“.
Rund 100.000 Euro Förderung aus dem EU-LEADER Schwerpunkt fließen nun in das Projekt „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“. Über den vorliegenden
Bewilligungsbescheid freuen sich vor allem die Biologischen Stationen in den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen, die das Projekt fachlich unterstützen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region hatte die Initiative für die Förderung ausgewählt. Dass es sich um ein gemeinschaftliches Projekt in den Kreisen Düren, Aachen und Euskirchen unter Beteiligung der Kommunen und privater Partner handelt, betonten der LAG-Vorsitzende Hubert Breuer (Bürgermeister Gemeinde Simmerath) und LAG-Manager Alexander Sobotta.
Michael Schulze, Projektmanager bei der Biostation Euskirchen und verantwortlich für das Gesamtprojekt: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Baumschulmeisterin Ursula Gerke einstellen konnten. Hiermit haben wir für das Projekt eine sehr engagierte Fachfrau gefunden, mit Praxiserfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten in Baumschulen und im Obstbau und hervorragenden theoretischen Kenntnissen von Obstbaumsorten und Pflege sowie Beurteilung von Streuobstwiesen. Frau Gerke veröffentlicht regelmäßig in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften Fachbeiträge und Gartentipps und hat schon in der Vergangenheit Seminare zu Obstbaumschnitt und –veredelung für die Biologische Station durchgeführt.“
Mit verschiedenen Maßnahmen wird ein kreisübergreifendes Aktionsbündnis zum Thema Streuobst geschaffen. Bestehende Initiativen aus dem Bereich Obstbaumpflege, Vermarktung, Obstproduktion und Naturschutz werden vernetzt. Bis in die 1940iger Jahre gab es in der Eifel so genannte Baumwarte. Diese ehrenamtlich Aktiven waren vor Ort in den Gemarkungen und Dörfern Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Obstwiesen. Sie standen aber nicht nur mit Rat und Kenntnissen zur Verfügung, sondern haben auch im Auftrag der Landnutzer aktiv deren Bäume gepflegt.
Diese Tradition soll wieder belebt werden. Über die Laufzeit des Projektes von 3 Jahren wird ein Kompetenznetzwerk von Ansprechpartnern entstehen. Langfristig steht so eine wachsende Zahl von Obstbaumwarten vor Ort für Fragen rund um das Thema Streuobst.
Egbert Wilhelm von der Unteren Landschaftsbehörde Düren: „Die Ziele des Projektes sind für einen Einzelnen nicht zu erreichen. Wir brauchen daher in jedem Dorf engagierte Ansprechpartner für Streuobstwiesenbesitzer und –interessierte, die über die Pflege, Nutzung und Planung von Obstwiesen vor Ort beraten, informieren oder diese weitervermitteln an Spezialisten.“
Die Gruppe der fachkundigen „Spezialisten“ wird durch die von Frau Gerke innerhalb der nächsten 3 Jahre durchgeführten verschiedenen Lehrgängen und Seminaren aufgebaut.
Durch die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrgangsinhalten werden die Teilnehmer zu „Obstbaumwarten“ ausgebildet. Diese können dann ihre Tätigkeit sowohl beratend als auch praktisch ausführen und als Dienstleistung anbieten z.B. bei Sortenwahl, Anlageund Planung einer Obstwiese, Pflege von Alt- und Jungbäumen usw. Die Qualifikation zum Obstbaumwart, ermöglicht daher auch neue berufliche Perspektiven.
Die Lehrgänge werden ab Anfang 2010 als mehrtägige Seminare zum Obstbaumwart durchgeführt. Darüberhinaus ist jeder engagierte Streuobstliebhaber willkommen, der als ehrenamtlicher Ansprechpartner in den Dörfern der Leader Kommunen die Arbeit der künftigen Obstbaumwarte unterstützen möchte. Die Lehrgangsinhalte umfassen neben fachlichen Kenntnissen wie Sortenwahl, Pflege und Planungen auch naturschutzfachliche
und -rechtliche Kenntnisse und werden in einem gesonderten Flyer für Interessierte beschrieben.
Im neu geschaffenen Netz von Obstbaumwarten, werden sich kompetente
Ansprechpartner vor Ort für Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen finden.
Pressekontakt:
Projektkoordination:
Ursula Gerke
Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Str. 10
52937 Nettersheim
Tel.: 02486-950715
Fax: 02486-950730
u.gerke@biostationeuskirchen.de
www.biostationeuskirchen.de
Regionalmanagement der LEADERRegion:
Lokale Aktionsgruppe (LAG)
der LEADER-Region Eifel
beim Naturpark Nordeifel e.V.
Alexander Sobotta (LAG-Manager)
Steinfelder Str. 8
53947 Nettersheim
Tel.: 02486-911122
Fax: 02486-911116
sobotta@naturpark-eifel.de
www.leader-eifel.de
Pressemitteilung
Stolberg/Eifel, 20.10.2009
Baumwarte für die Eifeler Streuobstwiesen
100.000 Euro LEADER-Förderung für die Kulturlandschaft
In den Eifelgemeinden der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen finden sich zahlreiche Streuobstwiesen, die traditionell das Erscheinungsbild der Dörfer prägen und schmücken. Die Freude an alten Kulturlandschaften spiegelt sich in zahlreich besuchten Obstbaumblütenwanderungen und Obstwiesenfesten wieder. Auch der Informationsbedarf an dem Thema Streuobst nimmt rapide zu.
In dieser Woche kommt die mobile Saftpresse am Standort der Biostation Aachen in Stolberg zum Einsatz. Die Anlieferer bringen eigenes Obst und nehmen den daraus gepressten Saft wieder mit zurück. Ein guter Anlass für die Auftaktveranstaltung des von der EU und den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen finanzierten Projektes „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“.
Die Biostation Aachen bietet schon seit Jahren mit der vom Kreis finanzierten mobilen Saftpresse Streuobstwiesenbesitzern ihr Obst zu vermosten. So können Sie den Saft ihrer eigenen Äpfel und Birnen gut verpackt und haltbar gemacht in 5 Liter Bag in Box Systemen mit nach Hause nehmen.
Rund 100.000 Euro Förderung aus dem EU-LEADER Schwerpunkt fließen nun in das Projekt „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“, welches sich aktiv dem Erhalt und der Ausweitung von Streuobstwiesen widmet. Das Projekt wird fachlich durch die Biologischen Stationen Aachen, Düren und Euskirchen unterstützt.
Michael Schulze, Projektmanager bei der Biostation Euskirchen und verantwortlich für das Gesamtprojekt: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Baumschulmeisterin Frau Ursula Gerke einstellen konnten. Hiermit haben wir für das Projekt eine sehr engagierte Fachfrau gefunden, mit Praxiserfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten in Baumschulen und im Obstbau und hervorragenden theoretischen Kenntnissen von Obstbaumsorten und Pflege sowie Beurteilung von Streuobstwiesen. Frau Gerke veröffentlicht regelmäßig in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften Fachbeiträge und Gartentipps und hat schon in der Vergangenheit Seminare zu Obstbaumschnitt und –veredelung für die Biologische Station durchgeführt.
Mit verschiedenen Maßnahmen wird ein kreisübergreifendes Aktionsbündnis zum Thema Streuobst geschaffen. Bestehende Initiativen aus dem Bereich Obstbaumpflege, Vermarktung, Obstproduktion und Naturschutz werden vernetzt.
Bis in die 1940iger Jahre gab es in der Eifel so genannte Baumwarte. Diese ehrenamtlich Aktiven waren vor Ort in den Gemarkungen und Dörfern Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Obstwiesen. Sie standen aber nicht nur mit Rat und Kenntnissen zur Verfügung, sondern haben auch im Auftrag der Landnutzer aktiv deren Bäume gepflegt. Diese Tradition soll wieder belebt werden.
Über die Laufzeit des Projektes von 3 Jahren wird ein Kompetenznetzwerk von Ansprechpartnern entstehen. Langfristig steht so eine wachsende Zahl von Obstbaumwarten vor Ort für Fragen rund um das Thema Streuobst, Fördermöglichkeiten und auch für den praktischen Baumschnitt und Neuanlage von Streuobstwiesen zur Verfügung. Die Etablierung des Netzwerkes in Regionen ist beabsichtigt und fördert die Nachhaltigkeit der Streuobstwiesenbetreuung.
Richard Bollig von der Unteren Landschaftsbehörde Aachen: „Die Ziele des Projektes sind für einen Einzelnen nicht zu erreichen. Wir brauchen daher in jedem Dorf engagierte Ansprechpartner für Streuobstwiesenbesitzer und –interessierte, die über die Pflege, Nutzung und Planung von Obstwiesen vor Ort beraten, informieren oder diese weitervermitteln an Spezialisten.“
Die Gruppe der fachkundigen „Spezialisten“ wird durch die von Frau Gerke innerhalb der nächsten 3 Jahre durchgeführten verschiedenen Lehrgängen und Seminaren aufgebaut. Durch die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrgangsinhalten werden die Teilnehmer zu „Obstbaumwarten“ ausgebildet. Diese können dann ihre Tätigkeit sowohl beratend als auch praktisch ausführen und als Dienstleistung anbieten z.B. bei Sortenwahl, Anlage- und Planung einer Obstwiese, Pflege von Alt- und Jungbäumen usw. Die Qualifikation zum Obstbaumwart, ermöglicht daher auch neue berufliche Perspektiven.
Die Lehrgänge werden ab Anfang 2010 als mehrtägige Seminare angeboten. Darüber hinaus ist jeder engagierte Streuobstliebhaber willkommen, der als ehrenamtlicher Ansprechpartner in den Dörfern der Leader Kommunen die Arbeit der künftigen Obstbaumwarte unterstützen möchte.
Die Lehrgangsinhalte umfassen neben fachlichen Kenntnissen wie Sortenwahl, Pflege und Planungen auch naturschutzfachliche und -rechtliche Kenntnisse und werden in einem gesonderten Flyer für Interessierte beschrieben.
Im neugeschaffenen Netz von Obstbaumwarten, werden sich kompetente Ansprechpartner vor Ort für Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen finden. Damit wird die Arbeit bestehender Aktionsgruppen aus
24. Juni 2009
HIT Umweltstiftung erhält den OSCAR der Landschaftspflege
Hohes Engagement der privaten Stiftung erfährt bundesweite Würdigung
![]() Foto: Josef Göppel (DVL-Vorsitzender) Christoph Heider
(Geschäftsführer HIT-Stiftung) Christian Boetticher
(Umweltminister Schl.-Holstein) v.l.n.r
Glücksburg: Die HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH mit Sitz in Zülpich wurde am 24.06.2009 für ihr bundesweit hohes Engagement in der Förderung von Projekten im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Den festlichen Rahmen für die Verleihung bot das Schloss Glücksburg in Schleswig-Holstein, wo in diesem Jahr der Deutsche Landschaftspflegetag stattfand.
Eingeladen zu diesem Kongress hatte der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V – Dachverband der Biologischen Stationen und Landschaftspflegeverbände. Er Vereinigt Naturschutzverbände, Landwirte und Kommunalpolitiker, die gemeinsam naturnahe Landschaftsräume erhalten oder neu schaffen wollen.
Die hohe Ehrung nahm stellvertretend für die Stiftung ihr Geschäftsführer Christoph Heider aus den Händen des Vorsitzenden des DVL Josef Göppel, MdB und des schleswig-holsteinischen Umweltministers Christian von Boetticher, MdL entgegen.
HIT Umweltstiftung
In seiner Laudatio hob Göppel das große und „sehr erfolgreiche“ Engagement der Stiftung hervor: „HIT steht für Qualität nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern vielmehr auch für Engagement im Natur- und Umweltschutz“.
Seit mehr als 6 Jahren ist die Stiftung nun bundesweit in der Projektförderung aktiv und hat im Naturschutz und der Landschaftspflege fortwährend äußerst positiv gewirkt und Zeichen gesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung von Projekten und Maßnahmen in den Kategorien Biotopschutz, Artenschutz und Umweltbildung.
Göppel betonte: „Privates Engagement im Naturschutz ist vor dem Hintergrund immer knapperer öffentlicher Kassen von besonderer Bedeutung. Wenn diese Bemühungen um Naturschutz und Landschaftspflege in privater Hand auch professionalisiert werden, ist das ein klares Bekenntnis zum Schutz von Natur und Landschaft und vielmehr auch zur Bereitschaft zum breiten gesellschaftlichen Engagement.“
Bisher wurden über die HIT Umweltstiftung bundesweit etwa 60 Biotopschutzprojekte gefördert. Auch im Bereich der Umweltbildung und des Artenschutzes hat sich die HIT Umweltstiftung einen Namen gemacht.
Herausragende regionale Projekte sind:
- Die Renaturierung des Schwarzbaches in der Rureifel und der Erhalt trockenwarmer Standorte im Kreis Düren
- Die Durchführung der ersten regionalen Wiesenmeisterschaft im Kreis Euskirchen
Mit der finanziellen Unterstützung eines Projektes zur Wiederansiedlung des Maifischs im Rheinsystem hat die HIT Umweltstiftung bundesweit besonders wichtige Akzente gesetzt.
Fast 20 Jahre erfolgreiche Arbeit für den ländlichen Raum Biologische Station ist wichtiger Wirtschaftsfaktor
- Nettersheim: „Mit ihrer nunmehr fast 20 jährigen Tätigkeit hat die Biologische Station im Kreis Euskirchen einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Natur- und Artenschutz und zum Erhalt der Biodiversität der Kulturlandschaft geleistet und darüber hinaus auch ihre starke wirtschaftliche Bedeutung für den ländlichen Raum deutlich gemacht“, so Volker Hoffmann, Vorsitzender des Trägervereins der Biologischen Station mit Sitz in Nettersheim. „Die Landwirte, die Naturschützer, die Kommunen, die Politik , alle schätzen die hier geleistete Arbeit für den ländlichen Raum ebenso wie die zahlreichen regionalen Firmen, die von Aufträgen der Biologischen Station profitierten“, so Hoffmann weiter.
Natur- und Artenschutz als Wirtschaftsfaktor „Immerhin sind mit der bisherigen Tätigkeit der Biologischen Station mehr als 12 Millionen € hier in die Region geflossen. Fast 7,5 Millionen € davon sind direkt über Projekte zum Natur- und Artenschutz sowie zur Gewässerrenaturierung in die hiesige Wirtschaft investiert worden“, berichtete Dieter Pasch, Geschäftsführer der Biologischen Station. Das Team der Station umfasst sieben Fachkräfte, die durch zeitlich befristetes Projektpersonal ergänzt wird.
Volles Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre Für das Jahr 2009 und auch für die folgenden Jahre hat das Team der Biologischen Station ein pralles Arbeitsprogramm. Allein im Kulturlandschaftsprogramm, in dem Landwirte als Dienstleister in der Landschaftspflege tätig sind, müssen kreisweit mehr als 2200 Hektar Fläche „betreut“ werden. Tendenz wieder steigend. Im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform hat das Land auch Teilaufgaben der bisherigen Ämter für Agrarordnung (Ackerrandstreifen etc.) über die Landkreise an die Biologischen Stationen übertragen. „Das unterstreicht die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz und stärkt die Arbeit der Biologischen Station“, erläutert Clemens Pick die aktuelle Situation. Weitere wichtige Aufgaben sind wissenschaftliche Arbeiten in den NATURA-2000-Gebieten, Erfassungen in den Bereichen Flora und Fauna im Auftrag von Land und Kreis.
EU-Gelder beantragt Mit zwei Naturschutzgroßprojekten hofft die Biologische Station in den nächsten Jahren wieder verstärkt europäische Mittel in den Kreis Euskirchen holen zu können. Im Fördertopf LIFE+ ist bereits das Projekt „Wald-Wiesen-Täler“ mit den vier benachbarten Biologischen Stationen AC, DN, SU, GM in Brüssel beantragt. In diesem Jahr soll unter dem Titel „Allianz für Hochheiden“ ein Projekt mit dem Landschaftspflegeverband Westliches Erzgebirge auf den Weg gebracht werden. „Mit diesen Naturschutzprojekten könnten erneut mehrere Millionen Euro in die Region fließen“, so Volker Hoffmann.
Kooperation mit Belgien und Luxemburg Auch international sind mit den Kooperationspartnern in Belgien und Luxemburg ganz konkrete Artenschutzprojekte geplant. In Belgien ist der Naturschutzverband NATAGORA und in Luxemburg sind die Zweckverbände Luxemburg West und Central mit ihren Biologischen Stationen die direkten Partner der Station.
Neuer Vorstand im Amt Volker Hoffmann (Naturschutz) , Clemens Pick (Kommunalpolitik) und Alfons Lückerath bilden den Vorstand der Biologischen Station. Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Station ist das enge Zusammenwirken von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft und Kommunalpolitik im Vorstand des Vereins. Dieses Modell der Drittelparität wird seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert.
2010 wieder Wiesenmeisterschaft ? Vielleicht klappt es im nächsten Jahr, die erste Wiesenmeisterschaft der Gesamteifel zu starten! „Erste Gespräche mit den Rheinland-Pfälzern wurden bereits geführt“, so Dieter Pasch, „ jetzt brauchen wir noch potentielle Sponsoren“. Presseveranstaltung am 21.05.09im Peterbachtal (Hellenthal)
Den Eisvogel fest im Blick |
Impressionen vom ImagefilmSehen Sie hier einige Impressionen aus dem neuen Imagefilm der Biologischen Station Euskirchen e.V. als Bildergallerie. |
















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