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Pressemitteilung 6.11.2009
„Lebendige Bäche in der Eifel“- Großes Natur- und Gewässerschutzprojekt der Bio Stationen Aachen und Euskirchen zieht beeindruckendes Resumeé
„Hellenthal und die Biologische Station haben in zahlreichen gemeinsamen Projekten eine wichtige Partnerschaft in Sachen Gewässerenaturierung und Gewässerschutz aufgebaut. Davon profitiert die ganze Region“- so Rudolf Westerburg, Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal. Er zeigte sich beeindruckt über die Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Naturschutzmaßnahmen im europäischen LIFE-Natur-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ der Biologischen Stationen Aachen und Euskirchen. „Für den ländlichen Raum ist die Arbeit der Stationen von großer Bedeutung. Die hier gezeigten Umsetzungsmaßnahmen sind gelungene Beispiele dafür, wie ökologische Interessen und ökonomische Aspekte miteinander vereint werden können“, so Westerburg während des Pressegespräches.
Vertrauensvolle, regionale Arbeit mit erheblichem ökonomischem Mehrwert
Das Projekt hatte eine Laufzeit von knapp 6 Jahren und endete am 31. August 2009. Insgesamt wurden 2,4 Millionen Euro in das Projekt investiert. Das Projekt wurde zu je 50% aus den Töpfen der EU und des Landes NRW finanziert. Von den Naturschutzmaßnahmen profitieren nicht nur die Natur, sondern auch regionale Firmen, die die Maßnahmen vor Ort durchgeführt haben. Fast 70 % des Gesamtbudgets sind in Maßnahmen und damit direkt in die Region geflossen.
Die Kreise Aachen und Euskirchen, die Gemeinde Hellenthal und die Stadt Monschau sowie vor allem auch die Landesforstverwaltung NRW mit ihren Regionalforstämtern und auch weitere Partner haben das Projekt maßgeblich unterstützt und zu seinem Erfolg beigetragen.
Atrraktiver Film zeigt eindrucksvoll die Projektergebnisse
Besonders wichtig ist es, auch in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz für den Einsatz öffentlicher Mittel für Naturschutz und Landschaftspflege zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurde ein ansprechender Film erstellt, der inzwischen auch an alle weiterführenden Schulen in der Region verteilt wurde. Interessenten können diesen Film über die Biologische Station Euskirchen zum Selbstkostenpreis von 5.- € plus Versandkosten erwerben.
Guter ökologischer Zustand der Gewässer bereits jetzt erreicht
Das Projekt leistete bereits jetzt einen nicht unerheblichen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in der Region, die einen guten ökologischen Zustand bis 2015 für alle Gewässer fordert. „Kostenneutral wurden jetzt Maßnahmen durchgeführt, die später zu einem Großteil durch die zuständigen Unterhaltungsträger hätten bezahlt werden müssen“ so Bürgermeister Westerburg in seiner Ansprache. Alle Maßnahmen wurden nur im Einverständnis mit den Landeigentümern und -nutzern umgesetzt.
Große Erfolge für den Naturschutz in den Projektgebieten von Kyll, Perlenbach-Fuhrtsbach und Rur
Mit dem LIFE-Natur-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ wurden Bachläufe und angrenzende Auenlandschaften ökologisch extrem verbessert:
- auf 90 ha Fläche konnten gewässernahe Fichtenforste in lichte Auwälder oder bunte Feucht- und Magerwiesen und -weiden umgewandelt werden
- imposante Felskuppen im Rurtal wurden freigestellt.
- mehr als 90 Wanderbarrieren wie Rohre und Wehre wurden beseitigt
- viele Kilometer eintönige, geradlinige Gewässerabschnitte konnten wieder in lebendige, windende Bachabschnitte zurück verwandelt werden.
- an 28 Fischteichanlagen konnten ökologische Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen und die Durchgängigkeit wieder hergestellt und
- um einen Eintrag von Feinsedimenten in das Gewässerbett zu vermeiden, wurden Furten umgebaut oder durch Brücken ersetzt.
Intensive Zusammenarbeit im Natur- und Gewässerschutz
Das Projekt „Lebendige Bäche“ war und ist sicherlich auch ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Natur- und Gewässerschutz:
- 35 ha landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden im Sinne des Naturschutzes einer extensiveren Bewirtschaftung zugeführt und konnten so in das Kulturlandschaftsprogramm aufgenommen werden und .
- fast 10 km Gewässerrandstreifen wurden geschaffen. Dies alles kommt letztlich auch dem Trinkwasserschutz zu Gute.
LIFE-Natur ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Durch dieses Programm werden Projekte unterstützt, die dazu beitragen, die natürlichen Lebensräume in Natura 2000-Gebieten zu verbessern. Natura‑2000-Gebiete umfassen die so genannten Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete und die europäischen Vogelschutzgebiete. In dem Eifel-Projekt sind es die FFH-Gebiete an Rur, Perlenbach und Kyll, die im Blickpunkt der Renaturierungsmaßnahmen gestanden haben. Erst die Ausweisung als FFH- oder Vogelschutzgebiet macht eine Förderung durch die EU möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V., Tel. 02486/9507-20 und bei der Biologischen Station im Kreis Aachen e.V., Tel.02402/12617-14 sowie im Internet unter www.life-baeche.de.
f.d.R. Dieter Pasch und Stephan Miseré
Hellenthaler Bürgerinfo:
31. Oktober 2009
Eisvögel flogen nach Hellenthal…
- Großes Eisvogelfest mit breitem Zuspruch
aus der Bevölkerung-
Eisvögel sind eigentlich standorttreu und ziehen auch im Winter nicht in wärmere Gegenden. Doch am Sonntag, den 18. Oktober 2009 war alles anders: Nicht nur Eisvögel, sondern auch die Eisvogel-Begeisterten und Freunde dieser scheuen und doch so attraktiven Vogelart kamen zum großen Eisvogelfest zur Oberprether Mühle.
Trotz des herbstlich kühlen aber sonnigen Wetters nutzten Viele die Gelegenheit, das interessante und attraktive Angebot der Hellenthaler Eisvogelfest-Initiatoren zu nutzen.
Das Hellenthaler Eisvogelfest bot eine bunte Mischung aus Information, Natur erleben und regionale Spezialitäten. Nach einer zweistündigen Wanderung von Hellenthal zur Oberprether Mühle warteten bereits die angerichteten Speisen der der Landfrauen aus Ramscheid und Hollerath auf die hungrigen Wanderer. Die Bewirtung hatte die Familie Pfingsten aus der Oberprether Mühle übernommen. Informationen rund um den Eisvogel boten Biologische Station und BUND an.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Musikverein Ramscheid/Hollerath und am Nachmittag der Eifelbarde Günter Hochgürtel. Eine ökumenische Andacht gab Anlaß zum Nachdenken über die Natur.
Als Pressegag wurde in der Nähe der Oberprether Mühle mit Hilfe des Amtes für Agrartordnung und der Ausbildungsstätte der HELIOS ein riesiger Eisvogel zurecht geschnitten, der in seiner gesamten Schönheit allerdings nur aus der Luft beobachtet werden konnte.
Engagierter Kreis in Hellenthal
Schon seit vielen Monaten haben sich in Hellenthal Ehrenamtliche und Hauptamtliche an einen Tisch gesetzt, um sich für die Eisvögel und den Erhalt ihrer Lebensräume in Hellenthal einzusetzen. Dieses Fest bildete den Abschluß des Hellenthaler Eisvogeljahres 2009.
Zu den Hellenthaler „Eisvögeln“ gehören:
Alfred Gerstenkorn, Conny Franz, Marietta Schmitz, Albert Breuer, Franz Schmitz, Paul-Joachim Schmülling, Aldert van Weeren, Alexandra Gerhards, Rainer Weiher und Dieter Pasch
Auch für 2010 wird es weitere Veranstaltungen rund um den Eisvogel geben, sind sich alle Beteiligten schon jetzt einig.
Engagement für naturnahe Gewässer
Hellenthal setzt auf diesem Wege sein intensives Engagement für die Gewässerenaturierung und die naturnahe Gewässerunterhaltung konsequent weiter um. Beispielhaft ist das Engagement der Bürger, des BUND und der Biologischen Station in diesem zukunftsweisenden Prozeß der Gemeindeentwicklung.
Darauf können die Hellenthaler stolz sein.
Dieter Pasch
Pressemitteilung
18.10.2009
Eisvögel flogen nach Hellenthal…
Großes Eisvogelfest mit breitem Zuspruch aus der Bevölkerung
Eisvögel sind eigentlich standorttreu und ziehen auch im Winter nicht in wärmere Gegenden. Doch am Sonntag war alles anders:
Nicht nur Eisvögel, sondern auch die Eisvogel-Begeisterten und Freunde dieser scheuen und doch so attraktiven Vogelart kamen zum großen Eisvogelfest zur Oberprether Mühle.
Trotz des relativ herbstlichen Wetters nutzten viele die Gelegenheit,
das interessante und attraktive Angebot
der Hellenthaler Eisvogelfest-Initiatoren zu nutzen.
Geboten wurde alles,
was zu einem richtig schönen Fest gehört:
Eine geführte Wanderung auf dem neuen Eisvogel-Wanderweg unter fachkundiger Führung
Regionale Spezialitäten, die durch die Eifeler Landfrauen aus Ramscheid zubereitet wurden
eine tolle Bewirtung durch Familie Pfingsten an der Oberprether Mühle
Informationen rund um den Eisvogel durch BUND und Biologischer Station
ein überdimensionaler Eisvogel auf einer Wiese, der sogar aus jedem Flugzeug zu erkennen gewesen wäre wurde mit Hilfe des Amtes für Agrarordnung und der Ausbildungsstätte der HELIOS zurecht geschnitten
Muikalische Untermalung durch den Musikverein Ramscheid/Hollerath
Ökomenischer Gottesdienst
Höhepunkt und Abschluß: Auftritt des Eifelbarden Günter Hochgürtel
Engagierter Kreis in Hellenthal
Schon seit vielen Monaten haben sich in Hellenthal Ehrenamtliche und Hauptamtliche an einen Tisch gesetzt, um sich für die Eisvögel und den Erhalt ihrer Lebensräume in Hellenthal einzusetzen. Dieses Fest bildete den Abschluß des Hellenthaler Eisvogeljahres 2009.
Zu den Hellenthaler „Eisvögeln“ gehören:
Alfred Gerstenkorn, Conny Franz, Marietta Schmitz, Albert Breuer, Franz Schmitz, Paul-Joachim Schmülling, Aldert van Weeren, Alexandra Gerhards, Rainer Weiher und Dieter Pasch
Auch für 2010 sind schon weitere Veranstaltungen geplant.
Fließgewässerdynamik für Eisvögel
Mit einem Modellprojekt an fünf Gewässerabschnitten wird in Hellenthal außerdem in den kommenden Monaten ein neues Kapitel der naturnahen Gewässerunterhaltung aufgeschlagen.
Bereits Ende August hat der Haupt- und Finanzausschuß der Gemeinde Hellenthal den Startschuss zur Umsetzung dieses innovativen Projektes gegeben.
Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von 120.000.- €, die zu 80% über das Land NRW gefördert werden. Der notwendige kommunale Anteil wird über das Ökokonto der Gemeinde Hellenthal bereit gestellt.
Am Manscheider Bach, Wurfbach, Wolferter Bach, Pützbach und am Prether Bach sollen in den nächsten Monaten in ausgewählten Gewässerabschnitten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Fließgewässerdynamik, zur Belebung und Sicherung von Uferrandstreifen, zur Beseitigung von Ufer- und Sohlverbauungen und besonders für den Eisvogel die Anlage von Steilwänden gefördert werden.
Profitieren werden nicht nur die Hellenthaler Eisvögel, sondern vielmehr ist dieses Projekt ein weiterer wichtiger Beitrag für alle im und im Umfeld der Gewässer lebenden Pflanzen und Tiere.
Engagement für naturnahe Gewässer
Hellenthal setzt auf diesem Wege sein intensives Engagement für die Gewässerenaturierung und die naturnahe Gewässerunterhaltung konsequent weiter um. Beispielhaft ist das Engagement der Bürger, des BUND und der Biologischen Station in diesem zukunftsweisenden Prozeß der Gemeindeentwicklung.
Darauf können die Hellenthaler stolz sein.
Pressemitteilung
Nideggen/Eifel, 15.09.2009
Projektauftaktveranstaltung
"Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen"
Baumwarte für die Eifeler Streuobstwiesen
![]() Zum Projektauftakt pflanzten die Initiatoren auf der Streuobstwiese von Anni (2. v. r.) und Margret Stolz (4.v.r.) eine Quitte.
100.000 Euro LEADER-Förderung für die Kulturlandschaft Innerhalb der 15 Leader Kommunen der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen finden sich zahlreiche Streuobstwiesen, die traditionell das Erscheinungsbild der Dörfer prägen und schmücken. Die Freude an alten Kulturlandschaften spiegelt sich in zahlreich besuchten Obstbaumblütenwanderungen und Obstwiesenfesten wieder. Auch der Informationsbedarf an dem Thema Streuobst nimmt rapide zu. Leider sind die meisten Streuobstwiesen nicht mehr in allerbestem Zustand und oft überaltert. Die schöne Obstwiese der Geschwister Stolz ist da eine Ausnahme und bildete die ideale Kulisse für die Auftaktveranstaltung des
von der EU und den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen finanzierten Leader Projektes „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“, welches sich aktiv dem Erhalt und der Ausweitung von Streuobstwiesen widmet.
Schon seit Jahren sind Anni und Margret Stolz Mitglieder der Fördergemeinschaft
naturnaher Obstwiesen und -weiden (Föno), führen regelmäßige Baumpflege durch und lassen ihre Äpfel zu Saft verarbeiten, von dessen Erlös ein Teil der Baumpflege bezahlt wird. Margret Stolz: „Innerhalb unserer Wiese gibt es einige alte Apfel- und Birnensorten, die heute kaum noch bekannt sind. Saft und Kompott aus unseren Obstbäumen ist daher einzigartig“.
Rund 100.000 Euro Förderung aus dem EU-LEADER Schwerpunkt fließen nun in das Projekt „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“. Über den vorliegenden
Bewilligungsbescheid freuen sich vor allem die Biologischen Stationen in den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen, die das Projekt fachlich unterstützen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region hatte die Initiative für die Förderung ausgewählt. Dass es sich um ein gemeinschaftliches Projekt in den Kreisen Düren, Aachen und Euskirchen unter Beteiligung der Kommunen und privater Partner handelt, betonten der LAG-Vorsitzende Hubert Breuer (Bürgermeister Gemeinde Simmerath) und LAG-Manager Alexander Sobotta.
Michael Schulze, Projektmanager bei der Biostation Euskirchen und verantwortlich für das Gesamtprojekt: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Baumschulmeisterin Ursula Gerke einstellen konnten. Hiermit haben wir für das Projekt eine sehr engagierte Fachfrau gefunden, mit Praxiserfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten in Baumschulen und im Obstbau und hervorragenden theoretischen Kenntnissen von Obstbaumsorten und Pflege sowie Beurteilung von Streuobstwiesen. Frau Gerke veröffentlicht regelmäßig in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften Fachbeiträge und Gartentipps und hat schon in der Vergangenheit Seminare zu Obstbaumschnitt und –veredelung für die Biologische Station durchgeführt.“
Mit verschiedenen Maßnahmen wird ein kreisübergreifendes Aktionsbündnis zum Thema Streuobst geschaffen. Bestehende Initiativen aus dem Bereich Obstbaumpflege, Vermarktung, Obstproduktion und Naturschutz werden vernetzt. Bis in die 1940iger Jahre gab es in der Eifel so genannte Baumwarte. Diese ehrenamtlich Aktiven waren vor Ort in den Gemarkungen und Dörfern Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Obstwiesen. Sie standen aber nicht nur mit Rat und Kenntnissen zur Verfügung, sondern haben auch im Auftrag der Landnutzer aktiv deren Bäume gepflegt.
Diese Tradition soll wieder belebt werden. Über die Laufzeit des Projektes von 3 Jahren wird ein Kompetenznetzwerk von Ansprechpartnern entstehen. Langfristig steht so eine wachsende Zahl von Obstbaumwarten vor Ort für Fragen rund um das Thema Streuobst.
Egbert Wilhelm von der Unteren Landschaftsbehörde Düren: „Die Ziele des Projektes sind für einen Einzelnen nicht zu erreichen. Wir brauchen daher in jedem Dorf engagierte Ansprechpartner für Streuobstwiesenbesitzer und –interessierte, die über die Pflege, Nutzung und Planung von Obstwiesen vor Ort beraten, informieren oder diese weitervermitteln an Spezialisten.“
Die Gruppe der fachkundigen „Spezialisten“ wird durch die von Frau Gerke innerhalb der nächsten 3 Jahre durchgeführten verschiedenen Lehrgängen und Seminaren aufgebaut.
Durch die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrgangsinhalten werden die Teilnehmer zu „Obstbaumwarten“ ausgebildet. Diese können dann ihre Tätigkeit sowohl beratend als auch praktisch ausführen und als Dienstleistung anbieten z.B. bei Sortenwahl, Anlageund Planung einer Obstwiese, Pflege von Alt- und Jungbäumen usw. Die Qualifikation zum Obstbaumwart, ermöglicht daher auch neue berufliche Perspektiven.
Die Lehrgänge werden ab Anfang 2010 als mehrtägige Seminare zum Obstbaumwart durchgeführt. Darüberhinaus ist jeder engagierte Streuobstliebhaber willkommen, der als ehrenamtlicher Ansprechpartner in den Dörfern der Leader Kommunen die Arbeit der künftigen Obstbaumwarte unterstützen möchte. Die Lehrgangsinhalte umfassen neben fachlichen Kenntnissen wie Sortenwahl, Pflege und Planungen auch naturschutzfachliche
und -rechtliche Kenntnisse und werden in einem gesonderten Flyer für Interessierte beschrieben.
Im neu geschaffenen Netz von Obstbaumwarten, werden sich kompetente
Ansprechpartner vor Ort für Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen finden.
Pressekontakt:
Projektkoordination:
Ursula Gerke
Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Str. 10
52937 Nettersheim
Tel.: 02486-950715
Fax: 02486-950730
u.gerke@biostationeuskirchen.de
www.biostationeuskirchen.de
Regionalmanagement der LEADERRegion:
Lokale Aktionsgruppe (LAG)
der LEADER-Region Eifel
beim Naturpark Nordeifel e.V.
Alexander Sobotta (LAG-Manager)
Steinfelder Str. 8
53947 Nettersheim
Tel.: 02486-911122
Fax: 02486-911116
sobotta@naturpark-eifel.de
www.leader-eifel.de
Pressemitteilung
Stolberg/Eifel, 20.10.2009
Baumwarte für die Eifeler Streuobstwiesen
100.000 Euro LEADER-Förderung für die Kulturlandschaft
In den Eifelgemeinden der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen finden sich zahlreiche Streuobstwiesen, die traditionell das Erscheinungsbild der Dörfer prägen und schmücken. Die Freude an alten Kulturlandschaften spiegelt sich in zahlreich besuchten Obstbaumblütenwanderungen und Obstwiesenfesten wieder. Auch der Informationsbedarf an dem Thema Streuobst nimmt rapide zu.
In dieser Woche kommt die mobile Saftpresse am Standort der Biostation Aachen in Stolberg zum Einsatz. Die Anlieferer bringen eigenes Obst und nehmen den daraus gepressten Saft wieder mit zurück. Ein guter Anlass für die Auftaktveranstaltung des von der EU und den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen finanzierten Projektes „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“.
Die Biostation Aachen bietet schon seit Jahren mit der vom Kreis finanzierten mobilen Saftpresse Streuobstwiesenbesitzern ihr Obst zu vermosten. So können Sie den Saft ihrer eigenen Äpfel und Birnen gut verpackt und haltbar gemacht in 5 Liter Bag in Box Systemen mit nach Hause nehmen.
Rund 100.000 Euro Förderung aus dem EU-LEADER Schwerpunkt fließen nun in das Projekt „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“, welches sich aktiv dem Erhalt und der Ausweitung von Streuobstwiesen widmet. Das Projekt wird fachlich durch die Biologischen Stationen Aachen, Düren und Euskirchen unterstützt.
Michael Schulze, Projektmanager bei der Biostation Euskirchen und verantwortlich für das Gesamtprojekt: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Baumschulmeisterin Frau Ursula Gerke einstellen konnten. Hiermit haben wir für das Projekt eine sehr engagierte Fachfrau gefunden, mit Praxiserfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten in Baumschulen und im Obstbau und hervorragenden theoretischen Kenntnissen von Obstbaumsorten und Pflege sowie Beurteilung von Streuobstwiesen. Frau Gerke veröffentlicht regelmäßig in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften Fachbeiträge und Gartentipps und hat schon in der Vergangenheit Seminare zu Obstbaumschnitt und –veredelung für die Biologische Station durchgeführt.
Mit verschiedenen Maßnahmen wird ein kreisübergreifendes Aktionsbündnis zum Thema Streuobst geschaffen. Bestehende Initiativen aus dem Bereich Obstbaumpflege, Vermarktung, Obstproduktion und Naturschutz werden vernetzt.
Bis in die 1940iger Jahre gab es in der Eifel so genannte Baumwarte. Diese ehrenamtlich Aktiven waren vor Ort in den Gemarkungen und Dörfern Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Obstwiesen. Sie standen aber nicht nur mit Rat und Kenntnissen zur Verfügung, sondern haben auch im Auftrag der Landnutzer aktiv deren Bäume gepflegt. Diese Tradition soll wieder belebt werden.
Über die Laufzeit des Projektes von 3 Jahren wird ein Kompetenznetzwerk von Ansprechpartnern entstehen. Langfristig steht so eine wachsende Zahl von Obstbaumwarten vor Ort für Fragen rund um das Thema Streuobst, Fördermöglichkeiten und auch für den praktischen Baumschnitt und Neuanlage von Streuobstwiesen zur Verfügung. Die Etablierung des Netzwerkes in Regionen ist beabsichtigt und fördert die Nachhaltigkeit der Streuobstwiesenbetreuung.
Richard Bollig von der Unteren Landschaftsbehörde Aachen: „Die Ziele des Projektes sind für einen Einzelnen nicht zu erreichen. Wir brauchen daher in jedem Dorf engagierte Ansprechpartner für Streuobstwiesenbesitzer und –interessierte, die über die Pflege, Nutzung und Planung von Obstwiesen vor Ort beraten, informieren oder diese weitervermitteln an Spezialisten.“
Die Gruppe der fachkundigen „Spezialisten“ wird durch die von Frau Gerke innerhalb der nächsten 3 Jahre durchgeführten verschiedenen Lehrgängen und Seminaren aufgebaut. Durch die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrgangsinhalten werden die Teilnehmer zu „Obstbaumwarten“ ausgebildet. Diese können dann ihre Tätigkeit sowohl beratend als auch praktisch ausführen und als Dienstleistung anbieten z.B. bei Sortenwahl, Anlage- und Planung einer Obstwiese, Pflege von Alt- und Jungbäumen usw. Die Qualifikation zum Obstbaumwart, ermöglicht daher auch neue berufliche Perspektiven.
Die Lehrgänge werden ab Anfang 2010 als mehrtägige Seminare angeboten. Darüber hinaus ist jeder engagierte Streuobstliebhaber willkommen, der als ehrenamtlicher Ansprechpartner in den Dörfern der Leader Kommunen die Arbeit der künftigen Obstbaumwarte unterstützen möchte.
Die Lehrgangsinhalte umfassen neben fachlichen Kenntnissen wie Sortenwahl, Pflege und Planungen auch naturschutzfachliche und -rechtliche Kenntnisse und werden in einem gesonderten Flyer für Interessierte beschrieben.
Im neugeschaffenen Netz von Obstbaumwarten, werden sich kompetente Ansprechpartner vor Ort für Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen finden. Damit wird die Arbeit bestehender Aktionsgruppen aus
24. Juni 2009
HIT Umweltstiftung erhält den OSCAR der Landschaftspflege
Hohes Engagement der privaten Stiftung erfährt bundesweite Würdigung
![]() Foto: Josef Göppel (DVL-Vorsitzender) Christoph Heider
(Geschäftsführer HIT-Stiftung) Christian Boetticher
(Umweltminister Schl.-Holstein) v.l.n.r
Glücksburg: Die HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH mit Sitz in Zülpich wurde am 24.06.2009 für ihr bundesweit hohes Engagement in der Förderung von Projekten im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Den festlichen Rahmen für die Verleihung bot das Schloss Glücksburg in Schleswig-Holstein, wo in diesem Jahr der Deutsche Landschaftspflegetag stattfand.
Eingeladen zu diesem Kongress hatte der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V – Dachverband der Biologischen Stationen und Landschaftspflegeverbände. Er Vereinigt Naturschutzverbände, Landwirte und Kommunalpolitiker, die gemeinsam naturnahe Landschaftsräume erhalten oder neu schaffen wollen.
Die hohe Ehrung nahm stellvertretend für die Stiftung ihr Geschäftsführer Christoph Heider aus den Händen des Vorsitzenden des DVL Josef Göppel, MdB und des schleswig-holsteinischen Umweltministers Christian von Boetticher, MdL entgegen.
HIT Umweltstiftung
In seiner Laudatio hob Göppel das große und „sehr erfolgreiche“ Engagement der Stiftung hervor: „HIT steht für Qualität nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern vielmehr auch für Engagement im Natur- und Umweltschutz“.
Seit mehr als 6 Jahren ist die Stiftung nun bundesweit in der Projektförderung aktiv und hat im Naturschutz und der Landschaftspflege fortwährend äußerst positiv gewirkt und Zeichen gesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung von Projekten und Maßnahmen in den Kategorien Biotopschutz, Artenschutz und Umweltbildung.
Göppel betonte: „Privates Engagement im Naturschutz ist vor dem Hintergrund immer knapperer öffentlicher Kassen von besonderer Bedeutung. Wenn diese Bemühungen um Naturschutz und Landschaftspflege in privater Hand auch professionalisiert werden, ist das ein klares Bekenntnis zum Schutz von Natur und Landschaft und vielmehr auch zur Bereitschaft zum breiten gesellschaftlichen Engagement.“
Bisher wurden über die HIT Umweltstiftung bundesweit etwa 60 Biotopschutzprojekte gefördert. Auch im Bereich der Umweltbildung und des Artenschutzes hat sich die HIT Umweltstiftung einen Namen gemacht.
Herausragende regionale Projekte sind:
- Die Renaturierung des Schwarzbaches in der Rureifel und der Erhalt trockenwarmer Standorte im Kreis Düren
- Die Durchführung der ersten regionalen Wiesenmeisterschaft im Kreis Euskirchen
Mit der finanziellen Unterstützung eines Projektes zur Wiederansiedlung des Maifischs im Rheinsystem hat die HIT Umweltstiftung bundesweit besonders wichtige Akzente gesetzt.
Fast 20 Jahre erfolgreiche Arbeit für den ländlichen Raum Biologische Station ist wichtiger Wirtschaftsfaktor
- Nettersheim: „Mit ihrer nunmehr fast 20 jährigen Tätigkeit hat die Biologische Station im Kreis Euskirchen einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Natur- und Artenschutz und zum Erhalt der Biodiversität der Kulturlandschaft geleistet und darüber hinaus auch ihre starke wirtschaftliche Bedeutung für den ländlichen Raum deutlich gemacht“, so Volker Hoffmann, Vorsitzender des Trägervereins der Biologischen Station mit Sitz in Nettersheim. „Die Landwirte, die Naturschützer, die Kommunen, die Politik , alle schätzen die hier geleistete Arbeit für den ländlichen Raum ebenso wie die zahlreichen regionalen Firmen, die von Aufträgen der Biologischen Station profitierten“, so Hoffmann weiter.
Natur- und Artenschutz als Wirtschaftsfaktor „Immerhin sind mit der bisherigen Tätigkeit der Biologischen Station mehr als 12 Millionen € hier in die Region geflossen. Fast 7,5 Millionen € davon sind direkt über Projekte zum Natur- und Artenschutz sowie zur Gewässerrenaturierung in die hiesige Wirtschaft investiert worden“, berichtete Dieter Pasch, Geschäftsführer der Biologischen Station. Das Team der Station umfasst sieben Fachkräfte, die durch zeitlich befristetes Projektpersonal ergänzt wird.
Volles Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre Für das Jahr 2009 und auch für die folgenden Jahre hat das Team der Biologischen Station ein pralles Arbeitsprogramm. Allein im Kulturlandschaftsprogramm, in dem Landwirte als Dienstleister in der Landschaftspflege tätig sind, müssen kreisweit mehr als 2200 Hektar Fläche „betreut“ werden. Tendenz wieder steigend. Im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform hat das Land auch Teilaufgaben der bisherigen Ämter für Agrarordnung (Ackerrandstreifen etc.) über die Landkreise an die Biologischen Stationen übertragen. „Das unterstreicht die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz und stärkt die Arbeit der Biologischen Station“, erläutert Clemens Pick die aktuelle Situation. Weitere wichtige Aufgaben sind wissenschaftliche Arbeiten in den NATURA-2000-Gebieten, Erfassungen in den Bereichen Flora und Fauna im Auftrag von Land und Kreis.
EU-Gelder beantragt Mit zwei Naturschutzgroßprojekten hofft die Biologische Station in den nächsten Jahren wieder verstärkt europäische Mittel in den Kreis Euskirchen holen zu können. Im Fördertopf LIFE+ ist bereits das Projekt „Wald-Wiesen-Täler“ mit den vier benachbarten Biologischen Stationen AC, DN, SU, GM in Brüssel beantragt. In diesem Jahr soll unter dem Titel „Allianz für Hochheiden“ ein Projekt mit dem Landschaftspflegeverband Westliches Erzgebirge auf den Weg gebracht werden. „Mit diesen Naturschutzprojekten könnten erneut mehrere Millionen Euro in die Region fließen“, so Volker Hoffmann.
Kooperation mit Belgien und Luxemburg Auch international sind mit den Kooperationspartnern in Belgien und Luxemburg ganz konkrete Artenschutzprojekte geplant. In Belgien ist der Naturschutzverband NATAGORA und in Luxemburg sind die Zweckverbände Luxemburg West und Central mit ihren Biologischen Stationen die direkten Partner der Station.
Neuer Vorstand im Amt Volker Hoffmann (Naturschutz) , Clemens Pick (Kommunalpolitik) und Alfons Lückerath bilden den Vorstand der Biologischen Station. Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Station ist das enge Zusammenwirken von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft und Kommunalpolitik im Vorstand des Vereins. Dieses Modell der Drittelparität wird seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert.
2010 wieder Wiesenmeisterschaft ? Vielleicht klappt es im nächsten Jahr, die erste Wiesenmeisterschaft der Gesamteifel zu starten! „Erste Gespräche mit den Rheinland-Pfälzern wurden bereits geführt“, so Dieter Pasch, „ jetzt brauchen wir noch potentielle Sponsoren“. Presseveranstaltung am 21.05.09im Peterbachtal (Hellenthal)
Den Eisvogel fest im Blick |
Impressionen vom ImagefilmSehen Sie hier einige Impressionen aus dem neuen Imagefilm der Biologischen Station Euskirchen e.V. als Bildergallerie. |





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