Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V. - Biostation Euskirchen - In der Eifel - gemeinsam für Mensch und Natur

Pressearchiv

Nideggen und Nettersheim/Eifel, 12. Mai 2010
 

 

Zukunft für die Eifeler Streuobstwiesen

 

 

 

 

Große Resonanz bei landesweit einmaliger Tagung auf Burg Nideggen Über 80 Interessierte aus der Region sowie Fachleute aus ganz NRW und darüber hinaus folgten der Einladung des Zentrums für Ländliche Entwicklung (ZeLE) und der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Nideggen, über Nutzung und Erhalt der Eifeler Streuobstwiesen zu diskutieren. Zu Fördermöglichkeiten, Vermarktung und Naturschutz berichteten die von der ZeLE eingeladenen Fachleute. Aktive aus der Region stellten ihre Arbeit dar. Anschließend gab es einen bislang einzigartigen Austausch zwischen Obstwiesenbesitzern und Interessierten über die Zukunft der Streuobstwiesen der Nordeifel. Die Diskussion wurde während einer Obstwiesen-Exkursion in Kreuzau-Boich lebhaft fortgeführt. Streuobstwiesen gehören zu den prägenden Elementen der Kulturlandschaft in der Eifel und sind ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. „Der Erhalt der Streuobstwiesen als landschaftstypisches Element der Eifel liegt mir sehr am Herzen“, begrüßte Margit Göckemeyer, Bürgermeisterin der Stadt Nideggen, die Teilnehmer. „Die Eifeltypischen Streuobstwiesengürtel dienen selten gewordenen Tierarten wie dem Steinkauz oder Grünspecht als Lebensraum“, so Adalbert Niemeyer-Lüllwitz, Leiter
der NUA.
 

 

Foto:
Streuobstwiesen sind prägend für die Eifel, aber in ihrem Bestand stark gefährdet.

 

Früher stellte die Nutzung der Streuobstwiesen einen Teil der bäuerlichen Versorgung im ländlichen Raum sicher, was heute selten geworden ist. Pflege und Ernte sind für viele Besitzer unwirtschaftlich. Eigens entwickelte Förderprogramme sollen Obstwiesenbesitzer unterstützen, alte Bestände durch Pflege und Nachpflanzung zu erhalten. Die Biostationen der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen helfen bei der Antragstellung. Die Regionalmarke Eifel stellte sich als Markenlabel mit hohem Anspruch an Qualitäts- und Markensicherung vor. Saft und Obstbrand von Streuobstwiesenfrüchten werden bereits von Renette Eifeler Obstwiesen e.V. und Föno GbR unter der Regionalmarke Eifel vermarktet.
Das Wissen um regionale Obstsorten und die Pflege der Hochstammobstbäume ist
nahezu verloren gegangen. Die Tradition der Obstbaumwarte in der Eifel, die dieses
Wissen weitergeben können, soll fortgesetzt werden. „50 Obstbaumwarte sind frisch
ausgebildet als Ansprechpartner vor Ort in den 15 LEADER-Kommunen der Städteregion Aachen und der Kreise Düren und Euskirchen. Man kennt sich untereinander, der kurze Weg zählt“, so Ursula Gerke, Projektleiterin des EULEADER- Projekts Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen. „Die Wiederbelebung des Obstbaumwartes ist ein Meilenstein für die Nordeifel.“ Egbert Wilhelm, Leiter Amt für Landschaftspflege und Naturschutz im Kreis Düren:
„Das Kompetenznetzwerk ist ein Aktionsbündnis. Wir unterstützen eine endogene
Entwicklung aus der Region für die Region“. Herbert Theissen, Biologische Station
im Kreis Aachen e.V., erwartet, „dass wir einen Schritt weiterkommen mit der Einführung der Obstbaumwarte und der Initialisierung landesweiter Projekte“.

Udo Zerfowski, Renette Eifler Obstwiesen e.V., schließt: „hier sind jung und alt
zusammengekommen, lasst uns den Boskoop beim Schopf packen und beginnen!“.
 

Pressekontakt:
Ursula Gerke
Projektkoordinatorin EU-LEADER-Projekt Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen
Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Str. 10
52397 Nettersheim
Tel. 02486 950715
Fax 02486 950730
Mobil 0173 5169439
u.gerke@biostationeuskirchen.de
www.streuobstwiesen.net
www.leader-eifel.de

 

 

 

 

 

Kölner Stadtanzeiger

 
06.05.2010
 
 
Die Biber sind wieder da
 
Von Gudrun Klinkhammer
 
Lutz Dalbeck, Biberfachmann der Biologischen Station Düren,
 
berichtet, dass nicht nur im Prethbachtal, sondern auch am
 
Manscheider Bach, im Quellgebiet der Olef, an der Urft und
 
im Rotbachtal bei Zülpich Biber inzwischen heimisch sind.

 

 

„Castor fiber“ lautet der lateinische Begriff für den Biber. Bei ihm handelt es sich um das größte europäische Nagetier. (Bild: Biologische Station Düren)
 

 

Arnold Gehlen (l., Kreis Euskirchen), Dieter Pasch (3.v.l., Biologische Station Euskirchen), Conrad Franz (4.v.l., Tiermaler), Paul-Joachim Schmülling und Alexandra Gerhards (r., Gemeinde Hellenthal). (Bild: Klinkhammer)

 
 

Das war der Biber, der ein reiner Vegetarier ist. Derart gefällte Bäume säumen unter anderem das Prethbachtal und den Manscheider Bach.

 

 

Hellenthal/Oberprether Mühle - Die Spuren sind eindeutig: An einem Baumstamm im Prethbachtal nagte ein Biber. Vom Eisvogelwanderweg aus ist die hell leuchtende Stelle am Stamm auszumachen. Wie eine Eieruhr sieht das aus, was die Tiere aus dem Stamm genagt haben. Da der angeknabberte Baum von anderen Bäumen gestützt wird, fällt er nicht um.
Im vergangenen Herbst entdeckten Anlieger des Prethbachtals, dass sich Biber am Flussufer angesiedelt haben müssen. Immer wieder kippten Bäume um, die nach Biber-Art fachmännisch umgenietet worden waren. In einer Nacht schafft es dieses Tier, einen Baumstamm von 40 Zentimetern Durchmessern durchzubeißen.
 
„Castor fiber“
„Der Biber knabbert in seitlicher Richtung die Stämme entlang“, sagt Dieter Pasch, der Geschäftsführer der Biologischen Station Euskirchen mit Sitz in Nettersheim. Ein ausgewachsenes Tier wiegt rund 30 Kilogramm und wird bis zu 1,30 Meter lang. Vorwiegend verlässt „Castor fiber“, so der lateinische Name, seinen Bau in der Dämmerung.
Wieso sich das größte aller europäischen Nagetiere ausgerechnet in einem abgelegenen Hellenthaler Bachtal angesiedelt hat, erklärt Lutz Dalbeck, Biberfachmann der Biologischen Station Düren: „In den 1980er Jahren wurden im Hürtgenwald insgesamt zwölf Tiere freigelassen.“ Die Tiere stammten aus Polen. Dabei handelte es sich um Farmbestände und Wildfänge. Im Laufe der Jahre entstanden hauptsächlich an der Rur entlang im Abstand von rund drei Kilometern Biberkolonien. Dalbeck: „Heute gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen circa 350 Biber, davon knapp 80 Prozent bei uns im Kreis Düren.“
Aufgrund der hohen Population an der Rur wanderten junge Biber aus und suchten sich anderweitig neue Behausungen. Eine Strecke von bis zu 50 Kilometer können sie dabei zurücklegen. Dalbeck berichtet, dass nicht nur im Prethbachtal, sondern auch am Manscheider Bach, im Quellgebiet der Olef, an der Urft und im Rotbachtal bei Zülpich Biber inzwischen heimisch sind.
 
Fleißiger Nager
Beim Biber handelt es sich um ein ganz ruhiges, friedliches und auch sehr gemütliches Tier, das sein Umland gestaltet wie kaum ein anderes. Dalbeck: „Der Biber, ein reiner Vegetarier, staut die Bäche, damit er darin schwimmen kann.“ Der Eingang zur Biberburg liegt in der Regel unter dem Wasserspiegel. Der fleißige Nager fällt Bäume, um Licht in seinen Lebensraum zu bringen. Dadurch entstehen die typischen Biberwiesen entlang der Bäche.
„Castor fiber“ nimmt den Befürwortern der Renaturierungsmaßnahmen an Bachläufen nahezu alle Arbeit ab. Dalbeck: „Das Gute ist: Er arbeitet nicht nur kostenlos, sondern er braucht für seine Arbeit auch keine Genehmigung einzuholen. Zudem hält er sein Revier vorbildlich in Schuss.“ Bei den vom Biber gestalteten Wasserlandschaften handele es sich um besonders artenreiche und saubere Lebensräume.

 

Kölner Rundschau, Freitag, 30.04.2010
 
Mit dem Eisvogel auf Gewässer-Tour
 
Von Vera Junker
 
Das „Infonetzwerk natürliche und naturnahe
 
Gewässerlebensräume“ präsentiert ab jetzt Informationen
 
über die natürlichen Gewässerlebensräume und die
 
Renaturierungsmaßnahmen an zahlreichen Fließgewässern
 
der Region. Die Info-Tafeln helfen nicht nur bei der
 
Orientierung, sondern informieren auch.
 
 

 

 Dieter Pasch (v.li.) von der Biologischen Station sowie die Bürgermeister Rudolf Westerburg und Reinhold Müller vor einer der neuen Infotafeln, die Wissenswertes über Fließgewässer vermitteln. (Bild: Vera Junker)

 

 
 
HELLENTHAL - Soziale Netzwerke erfreuen sich vor allen Dingen dank des Internets großer Beliebtheit. Die Arbeit eines neuen Netzwerks, losgelöst von der virtuellen Welt hinter dem Bildschirm, wurde nun in Hellenthal und Dahlem vorgestellt. Das „Infonetzwerk natürliche und naturnahe Gewässerlebensräume“ präsentiert ab jetzt Informationen über die natürlichen Gewässerlebensräume und die Renaturierungsmaßnahmen an zahlreichen Fließgewässern der Region.
„Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der Biologischen Station und des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) sowie der finanziellen Unterstützung durch den LVR in Höhe von etwa 15 000 Euro haben wir eine neue Austauschmöglichkeit für Wissen geschaffen“, freute sich Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg. Ohne die Unterstützung des Landschaftsverbands Rheinland hätten die Gemeinden Dahlem und Hellenthal nicht „der Natur ihre Aufgaben zurückgeben“ können, so Westerburg. Auch der Geschäftsführer der Biologischen Station Euskirchen, Dieter Pasch, zeigte sich begeistert von den bereits installierten vier Infotafeln: „Wir verfolgen damit nicht nur den Naturschutzgedanken, sondern verbinden auch das Ökologische mit dem Ökonomischen.“
 
Startpunkt für Wanderungen
Die aufgestellten Tafeln im Prether Bachtal, im Wilsamtal, im Lewether Bachtal und im Manscheider Bachtal sind zum einen ein neuer Schritt in der Öffentlichkeitsarbeit, zum anderen bieten sie noch einen weiteren Anreiz: „Jede Infotafel bildet zugleich auch den Startpunkt für eine Wanderung, bei der sich jeder von den Renaturierungsmaßnahmen und der Schönheit der Gewässer überzeugen kann“, erklärte Pasch. Um die Informationen und Wanderangebote möglichst attraktiv zu gestallten, dienen bekannte Vogelarten der Region als Namensspender. Eisvogel, Gebirgsstelze, Schwarzstorch und Wasseramsel begleiten von nun an die Wanderer auf ihren Wegen entlang der Bachtäler. „Ich bin mir sicher, dass nicht nur Einheimische Interesse an diesem Angebot zeigen werden, sondern auch die Gäste in der Region. Dieses erste Projekt, das die Biologische Station Euskirchen erstmals ohne andere Stationen des Rheinlands durchführt, ist erfolgsversprechend“, ist auch Julia König vom LVR überzeugt von der geleisteten Arbeit.
Auch für die Zukunft hat Pasch Ideen: „Wir werden an den Infotafeln noch Kästen anbringen, damit jeder sich auch anhand von Flyern über die Gewässersysteme und Wanderungen informieren kann. Außerdem haben wir bereits einen zweiten Antrag beim LVR gestellt, um noch weitere Tafeln aufstellen zu können.“

 

 

 

 

 

Kölner Stadtanzeiger, Donnerstag, 15.04.2010


Schwarzbrache hilft der
 
Feldlerche

 
Von Michael Greuel, 13.04.10
 
 

Landwirte in den Kommunen Euskirchen, Mechernich, Weilerswist und Zülpich nehmen Ackerflächen aus der Bearbeitung, damit seltene Vögel überleben können. Besonders Feldlerche und Grauammer sind gefährdet.

 

Die Biologin Julia Zehlius und Landwirt Freiherr Georg von Loe auf einer „Schwarzbrache“ in der Nähe von Flamersheim. (Bild: Greuel)

 
 
 
Die Feldlerche steht auf der „Roten Liste“. (Bild: dpa)
 
 
Kreis Euskirchen - Ein unverkennbares Zeichen für den Beginn des Frühlings ist die Wiederkehr des morgendlichen Vogelgezwitschers. Um einige Arten unserer kleinen gefiederten Freunde ist es allerdings äußerst schlecht bestellt, wie die jüngst von der nordrhein-westfälischen Ornithologengesellschaft veröffentlichte „Rote Liste“ verdeutlicht.
Enorm gefährdet sind demnach Feldlerche und Grauammer, also Vögel der Feldflur, die im Gegensatz zu früheren Jahren auch in unserer Region immer seltener anzutreffen sind. Als möglichen Grund nennt das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (LANUV) unter anderem die Aufhebung der verpflichtenden Flächenstilllegung. Diese Bereiche dienten bisher als Rückzugsräume für Vögel.
Im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms des Kreises Euskirchen werden daher seit einigen Jahren verschiedene Fördermaßnahmen für Landwirte angeboten, um mit ihnen zusammen die Artenvielfalt zu schützen und zu erhalten. Finanziert wird das Programm, zu dem auch der Vertragsnaturschutz zählt, vom Land Nordrhein-Westfalen, der Europäischen Union und dem Kreis selbst. Die Betreuung der Maßnahmen obliegt zu großen Teilen bei der Biologischen Station des Kreises.
Da sich die Förderungen auf spezielle Tierarten beziehen, werden sie nicht landesweit, sondern in so genannten Förderkulissen angeboten, wo die Schwerpunkte des Vorkommens liegen. Im Kreis Euskirchen sind das bisher die Kommunen Euskirchen, Mechernich, Weilerswist und Zülpich.
Hohe Motivation
„Allein im Jahr 2009 haben wir mit Landwirten zwölf Verträge über insgesamt 31 Hektar Acker abgeschlossen, wo fortan Maßnahmen zum Feldvogelschutz durchgeführt werden“, zeigte sich Julia Zehlius von der Biologischen Station in Nettersheim recht zufrieden mit der Bilanz des vergangenen Jahres. Bemerkenswert sei dabei die Motivation gewesen, die sie bei vielen Landwirten beobachtet habe.
Diese Einschätzung wird durch den Einsatz des landwirtschaftlichen Betriebs ARIWA GbR aus Wachtberg-Adendorf gestützt. Allein auf deren Flächen in der Nähe von Flamersheim / Burg Ringsheim werden auf engem Raum mehrere Schutzmaßnahmen für Feldtiere durchgeführt. „Natürlich sind die Fördergelder für uns wichtig, schließlich müssen wir wirtschaftlich arbeiten. Aber wir sehen auch die Verantwortung, in der wir stehen“, erklärte Georg Freiherr von Loe, Gesellschafter von ARIWA, bei einer gemeinsamen Begehung der Flächen mit dem „Kölner-Stadt-Anzeiger“.
Konkret werden auf verschiedenen Äckern der ARIWA bereits seit einigen Jahren so genannte Schwarzbrachen angelegt. Diese sechs Meter breiten und über die gesamte Länge des Ackers reichenden Flecken werden beim Säen ausgelassen, so dass dort bis auf ein paar Kräuter und Gräser nichts wächst. Insbesondere die Feldlerche und das Rebhuhn profitieren von solchen Ackerstreifen, da sie ihr Futter - unter anderem Wildkräuter - vor allem an Stellen mit geringer Pflanzendeckung suchen.
Sich sonnende Feldhasen
Zudem können diese Vögel ihre Nester im angrenzenden Getreide errichten und die Brache als Anflugschneise benutzen. „Vor kurzem habe ich da außerdem einige Feldhasen beobachtet, die sich die Sonne auf den Pelz scheinen ließen“, berichtete der Freiherr von einer weiteren Feldtierart, die die Schwarzbrache gerne nutzt.
Ähnliche Wirkung haben die so genannten „Lerchenfenster“, die mit dem Projekt „1000 Fenster für die Lerche“ von den Stiftungen Rheinische und Westfälische Kulturlandschaft gefördert werden. Im Falle dieser Fenster werden auf den Äckern Rechtecke mit einer Mindestgröße von 25 Quadratmetern bei der Saat ausgelassen.
Die ARIWA hat bisher insgesamt 50 dieser „Lerchenfenster“ eingerichtet. Auf den Äckern der Gesellschaft wurde außerdem teilweise ein doppelter Saatreihenabstand eingehalten und auf den Einsatz von Insektiziden verzichtet. Der größere Platz zwischen den einzelnen Pflanzen bedeutet für die Feldtiere ebenfalls eine enorme Verbesserung des Lebensraumes. "Natürlich macht eine solche Maßnahme auch ein paar Umstände. Aber das ist es uns wert", stellte der Landwirt klar.

 

 

 

 

 

 

Wochenspiegel Schleiden
 
10.03.2010
 
Biologische Station:
 
Gesetzgeber würdigt
 
Kompetenz
 
Geschäftsführer Dieter Pasch und die beiden Vorstandsmitglieder Alfons Lückerath und Volker Hoffmann standen den Medienvertretern Rede und Antwort.

Nettersheim

- 10.03.2010
Seit fast 20 Jahren ist die Biologische Station im Kreis Euskirchen in Sachen Erhalt der Biodiversität, Gewässerschutz und Klimaschutz in unermüdlichem Einsatz.
 
In diesen zwei Dekaden hat sie sich nicht nur als Landschaftspfleger ein hohes Maß an Kompetenz erarbeitet und einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Natur- und Artenschutz geleistet, sondern auch ihre starke wirtschaftliche Bedeutung für den ländlichen Raum unterstrichen. »Mit der bisherigen Tätigkeit der Biologischen Station Nettersheim sind mehr als zwölf Millionen Euro in unsere Region geflossen. Fast 7,5 Millionen Euro davon sind direkt über Projekte zum Natur- und Artenschutz sowie zur Gewässerrenaturierung in die hiesige Wirtschaft investiert worden«, so der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) sowie Geschäftsführer der Biologischen Station, Dieter Pasch: »Die Landwirte, die Naturschützer, die Kommunen und die Politik, alle schätzen die hier geleistete Arbeit für den ländlichen Raum ebenso wie die zahlreichen regionalen Firmen, die von Aufträgen der Biologischen Station profitieren.« Das hohe Maß an Kompetenz auf naturschutzfachlicher Ebene, das die Biologische Station in Nettersheim ebenso ausstrahlt wie 39 weitere Bio-Stationen in NRW und allein 145 Landschaftspflegeverbände, ist auch dem Gesetzgeber nicht entgangen. Aus diesem Grund wurde seit dem 1. März die kooperative Arbeit der regional tätigen Landschaftspflegeverbände erstmalig gesetzlich in der Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes verankert.
Mit anderen Worten: Die zuständigen Behörden sollen in Zukunft mit der Ausführung landschaftspflegerischer und gestalterischer Maßnahmen auch die Landschaftspflegeverbände und die Biologischen Stationen beauftragen. Denn: Der Erhalt der Biodiversität, die Pflege und Sicherung des europäischen Naturschutznetzes NATURA 2000, der Gewässer- und Klimaschutz und die Sicherung einer artenreichen Kulturlandschaft sind wichtige Herausforderungen und Ziele für die Zukunft der Landschaften Europas, so begründen die Gesetzgeber die Neufassung des BNatschG. Und um diese wichtigen Ziele zu erreichen, komme man an der Kompetenz der Landschaftspflegeverbände nicht vorbei. »Man hat eingesehen, dass die Biologische Stationen vor Ort bereits über ein komplexes regionales Netzwerk verfügen, das ansonsten quasi erst neu eingerichtet werden müsste, um Zielvorgaben der EU zu realisieren«, so das Vorstandsmitglied der Biologischen Station Alfons Lückerath.
Die künftige Verankerung der Landschaftspflegeverbände/Biologische Stationen im Bundesnaturschutzgesetz bezeichnete Pasch als einen wichtigen Impuls für die Akteure in den Regionen: »Sie privilegiert Landschaftspflegeverbände zur Übernahme wichtiger Zukunftsaufgaben in Deutschland.«
»Der Schutz des Klimas, der Gewässer und der Artenvielfalt stellen zentrale Zukunftsaufgaben dar«, so Pasch weiter. Der erste Vorsitzende der Biologischen Station, Volker Hoffmann, fügte hinzu: »Besonders für den Tourismus sind unsere Arbeiten äußerst wichtig geworden, denn sie machen einen Großteil der regionalen Wertschätzung aus.« Für das Jahr 2010 und auch für die folgenden Jahre hat das Team der Biologischen Station denn auch wieder ein pralles Arbeitsprogramm vor sich. Allein im Kulturlandschaftsprogramm, in dem Landwirte als Dienstleister in der Landschaftspflege tätig sind, müssen kreisweit mehr als 2200 Hektar Fläche »betreut« werden. Tendenz steigend.
 »Mit einem Naturschutzgroßprojekt hofft die Biologische Station darüber hinaus in den nächsten Jahren wieder verstärkt europäische Mittel in den Kreis Euskirchen holen zu können«, verriet Dieter Pasch. Im Fördertopf »LIFE+« soll nämlich unter dem Titel »Allianz für Borstgrasrasen« ein Projekt zur Wiederherstellung von orchideenreichen Arnikawiesen auf den Weg gebracht werden. »Mit diesem Naturschutzprojekt könnten erneut 2,5 Millionen Euro in die Region fließen«, zeigte sich Pasch überzeugt. Dabei geht es um eine Fläche von insgesamt 90 Hektar Borstgrasrasen in den Kommunen Kall, Hellenthal und Dahlem.
 
Als eine weitere wichtige Aufgaben bezeichnete Pasch die wissenschaftlichen Arbeiten in den NATURA-2000-Gebieten. Hier geht es primär um die Arten-Erfassungen in den Bereichen Flora und Fauna, mit der die Biologische Station von Land und Kreis beauftragt wurde. Ebenso wichtig sei auch die weitere Gewässerrenaturierung in der Gemeinde Hellenthal, die es ermöglichen soll, dass sich der Eisvogel hier wieder heimisch fühlt. »Der Eisvogel ist das Hellenthaler Nationalparktier und das Paradetier für das Modellprojekt in der Gemeinde in Sachen naturnaher Gewässerunterhaltung.«
 
Natürlich wird auch weiterhin in der Eifelregion der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen am Erhalt der Streuobstwiesen gearbeitet, um diese alte Kulturlandschaft, die auch als Zufluchtort vieler selten gewordener Tiere dient, am Leben zu erhalten.
 


 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung 6.11.2009
 
 
„Lebendige Bäche in der Eifel“- Großes Natur- und Gewässerschutzprojekt der Bio Stationen Aachen und Euskirchen zieht beeindruckendes Resumeé
 
„Hellenthal und die Biologische Station haben in zahlreichen gemeinsamen Projekten eine wichtige Partnerschaft in Sachen Gewässerenaturierung und Gewässerschutz aufgebaut. Davon profitiert die ganze Region“- so Rudolf Westerburg, Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal. Er zeigte sich beeindruckt über die Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Naturschutzmaßnahmen im europäischen LIFE-Natur-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ der Biologischen Stationen Aachen und Euskirchen. „Für den ländlichen Raum ist die Arbeit der Stationen von großer Bedeutung. Die hier gezeigten Umsetzungsmaßnahmen sind gelungene Beispiele dafür, wie ökologische Interessen und ökonomische Aspekte miteinander vereint werden können“, so Westerburg während des Pressegespräches.
 
Vertrauensvolle, regionale Arbeit mit erheblichem ökonomischem Mehrwert
Das Projekt hatte eine Laufzeit von knapp 6 Jahren und endete am 31. August 2009. Insgesamt wurden 2,4 Millionen Euro in das Projekt investiert. Das Projekt wurde zu je 50% aus den Töpfen der EU und des Landes NRW finanziert. Von den Naturschutzmaßnahmen profitieren nicht nur die Natur, sondern auch regionale Firmen, die die Maßnahmen vor Ort durchgeführt haben. Fast 70 % des Gesamtbudgets sind in Maßnahmen und damit direkt in die Region geflossen.
Die Kreise Aachen und Euskirchen, die Gemeinde Hellenthal und die Stadt Monschau sowie vor allem auch die Landesforstverwaltung NRW mit ihren Regionalforstämtern und auch weitere Partner haben das Projekt maßgeblich unterstützt und zu seinem Erfolg beigetragen.
 
Atrraktiver Film zeigt eindrucksvoll die Projektergebnisse
Besonders wichtig ist es, auch in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz für den Einsatz öffentlicher Mittel für Naturschutz und Landschaftspflege zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurde ein ansprechender Film erstellt, der inzwischen auch an alle weiterführenden Schulen in der Region verteilt wurde. Interessenten können diesen Film über die Biologische Station Euskirchen zum Selbstkostenpreis von 5.- € plus Versandkosten erwerben.
 
Guter ökologischer Zustand der Gewässer bereits jetzt erreicht
Das Projekt leistete bereits jetzt einen nicht unerheblichen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in der Region, die einen guten ökologischen Zustand bis 2015 für alle Gewässer fordert. „Kostenneutral wurden jetzt Maßnahmen durchgeführt, die später zu einem Großteil durch die zuständigen Unterhaltungsträger hätten bezahlt werden müssen“ so Bürgermeister Westerburg in seiner Ansprache. Alle Maßnahmen wurden nur im Einverständnis mit den Landeigentümern und -nutzern umgesetzt.
 
Große Erfolge für den Naturschutz in den Projektgebieten von Kyll, Perlenbach-Fuhrtsbach und Rur
Mit dem LIFE-Natur-Projekt „Lebendige Bäche in der Eifel“ wurden Bachläufe und angrenzende Auenlandschaften ökologisch extrem verbessert:
-  auf 90 ha Fläche konnten gewässernahe Fichtenforste in lichte Auwälder oder bunte Feucht- und Magerwiesen und -weiden umgewandelt werden
-  imposante Felskuppen im Rurtal wurden freigestellt.
-  mehr als 90 Wanderbarrieren wie Rohre und Wehre wurden beseitigt
- viele Kilometer eintönige, geradlinige Gewässerabschnitte konnten wieder in lebendige, windende Bachabschnitte zurück verwandelt werden.
- an 28 Fischteichanlagen konnten ökologische Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen und die Durchgängigkeit wieder hergestellt und
- um einen Eintrag von Feinsedimenten in das Gewässerbett zu vermeiden, wurden Furten umgebaut oder durch Brücken ersetzt.
 
Intensive Zusammenarbeit im Natur- und Gewässerschutz
Das Projekt „Lebendige Bäche“ war und ist sicherlich auch ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Natur- und Gewässerschutz:
- 35 ha landwirtschaftlich genutzte Flächen wurden im Sinne des Naturschutzes einer extensiveren Bewirtschaftung zugeführt und konnten so in das Kulturlandschaftsprogramm aufgenommen werden und .
- fast 10 km Gewässerrandstreifen wurden geschaffen. Dies alles kommt letztlich auch dem Trinkwasserschutz zu Gute.
 
LIFE-Natur ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Durch dieses Programm werden Projekte unterstützt, die dazu beitragen, die natürlichen Lebensräume in Natura 2000-Gebieten zu verbessern. Natura‑2000-Gebiete umfassen die so genannten Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete und die europäischen Vogelschutzgebiete. In dem Eifel-Projekt sind es die FFH-Gebiete an Rur, Perlenbach und Kyll, die im Blickpunkt der Renaturierungsmaßnahmen gestanden haben. Erst die Ausweisung als FFH- oder Vogelschutzgebiet macht eine Förderung durch die EU möglich.
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Biologischen Station im Kreis Euskirchen e.V., Tel. 02486/9507-20 und bei der Biologischen Station im Kreis Aachen e.V., Tel.02402/12617-14 sowie im Internet unter www.life-baeche.de.
 
f.d.R. Dieter Pasch und Stephan Miseré

 

 

 

 
 
Hellenthaler Bürgerinfo:
 
31. Oktober 2009
 
Eisvögel flogen nach Hellenthal…
 
-  Großes Eisvogelfest mit breitem Zuspruch
aus der Bevölkerung-
 
 
Eisvögel sind eigentlich standorttreu und ziehen auch im Winter nicht in wärmere Gegenden. Doch am Sonntag, den 18. Oktober 2009 war alles anders: Nicht nur Eisvögel, sondern auch die Eisvogel-Begeisterten und Freunde dieser scheuen und doch so attraktiven Vogelart kamen zum großen Eisvogelfest zur Oberprether Mühle.
Trotz des herbstlich kühlen aber sonnigen Wetters nutzten Viele die Gelegenheit, das interessante und attraktive Angebot der Hellenthaler Eisvogelfest-Initiatoren zu nutzen.
 
Das Hellenthaler Eisvogelfest bot eine bunte Mischung aus Information, Natur erleben und regionale Spezialitäten. Nach einer zweistündigen Wanderung von Hellenthal zur Oberprether Mühle warteten bereits die angerichteten Speisen der der Landfrauen aus Ramscheid und Hollerath auf die hungrigen Wanderer. Die Bewirtung hatte die Familie Pfingsten aus der Oberprether Mühle übernommen. Informationen rund um den Eisvogel boten Biologische Station und BUND an.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Musikverein Ramscheid/Hollerath und am Nachmittag der Eifelbarde Günter Hochgürtel. Eine ökumenische Andacht gab Anlaß zum Nachdenken über die Natur.
Als Pressegag wurde in der Nähe der Oberprether Mühle mit Hilfe des Amtes für Agrartordnung und der Ausbildungsstätte der HELIOS ein riesiger Eisvogel zurecht geschnitten, der in seiner gesamten Schönheit allerdings nur aus der Luft beobachtet werden konnte.
 
Engagierter Kreis in Hellenthal
Schon seit vielen Monaten haben sich in Hellenthal Ehrenamtliche und Hauptamtliche an einen Tisch gesetzt, um sich für die Eisvögel und den Erhalt ihrer Lebensräume in Hellenthal einzusetzen. Dieses Fest bildete den Abschluß des Hellenthaler Eisvogeljahres 2009.
Zu den Hellenthaler „Eisvögeln“ gehören:
Alfred Gerstenkorn, Conny Franz, Marietta Schmitz, Albert Breuer, Franz Schmitz, Paul-Joachim Schmülling, Aldert van Weeren, Alexandra Gerhards, Rainer Weiher und Dieter Pasch
Auch für 2010 wird es weitere Veranstaltungen rund um den Eisvogel geben, sind sich alle Beteiligten schon jetzt einig.
 
Engagement für naturnahe Gewässer
Hellenthal setzt auf diesem Wege sein intensives Engagement für die Gewässerenaturierung und die naturnahe Gewässerunterhaltung konsequent weiter um. Beispielhaft ist das Engagement der Bürger, des BUND und der Biologischen Station in diesem zukunftsweisenden Prozeß der Gemeindeentwicklung.
Darauf können die Hellenthaler stolz sein.
 
Dieter Pasch

 
 
 
 
Pressemitteilung
 
 
18.10.2009
 
 
Eisvögel flogen nach Hellenthal…
 
Großes Eisvogelfest mit breitem Zuspruch aus der Bevölkerung
 
 
 
Eisvögel sind eigentlich standorttreu und ziehen auch im Winter nicht in wärmere Gegenden. Doch am Sonntag war alles anders:
 
Nicht nur Eisvögel, sondern auch die Eisvogel-Begeisterten und Freunde dieser scheuen und doch so attraktiven Vogelart kamen zum großen Eisvogelfest zur Oberprether Mühle.
 
Trotz des relativ herbstlichen Wetters nutzten viele die Gelegenheit,
das interessante und attraktive Angebot
der Hellenthaler Eisvogelfest-Initiatoren zu nutzen.
 
Geboten wurde alles,
was zu einem richtig schönen Fest gehört:
 
Eine geführte Wanderung auf dem neuen Eisvogel-Wanderweg unter  fachkundiger Führung
 
Regionale Spezialitäten, die durch die Eifeler Landfrauen aus Ramscheid zubereitet wurden
 
eine tolle Bewirtung durch Familie Pfingsten an der Oberprether Mühle
 
Informationen rund um den Eisvogel durch BUND und Biologischer Station
 
ein überdimensionaler Eisvogel auf einer Wiese, der sogar aus jedem Flugzeug zu erkennen gewesen wäre wurde mit Hilfe des Amtes für Agrarordnung und der Ausbildungsstätte der HELIOS zurecht geschnitten
 
Muikalische Untermalung durch den Musikverein Ramscheid/Hollerath
 
Ökomenischer Gottesdienst
 
Höhepunkt und Abschluß: Auftritt des Eifelbarden Günter Hochgürtel
 
Engagierter Kreis in Hellenthal
Schon seit vielen Monaten haben sich in Hellenthal Ehrenamtliche und Hauptamtliche an einen Tisch gesetzt, um sich für die Eisvögel und den Erhalt ihrer Lebensräume in Hellenthal einzusetzen. Dieses Fest bildete den Abschluß des Hellenthaler Eisvogeljahres 2009.
Zu den Hellenthaler „Eisvögeln“ gehören:
Alfred Gerstenkorn, Conny Franz, Marietta Schmitz, Albert Breuer, Franz Schmitz, Paul-Joachim Schmülling, Aldert van Weeren, Alexandra Gerhards, Rainer Weiher und Dieter Pasch
Auch für 2010 sind schon weitere Veranstaltungen geplant.
 
Fließgewässerdynamik für Eisvögel
Mit einem Modellprojekt an fünf Gewässerabschnitten wird in Hellenthal außerdem in den kommenden Monaten ein neues Kapitel der naturnahen Gewässerunterhaltung aufgeschlagen.
Bereits Ende August hat der Haupt- und Finanzausschuß der Gemeinde Hellenthal den Startschuss zur Umsetzung dieses innovativen Projektes gegeben.
Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von 120.000.- €, die zu 80% über das Land NRW gefördert werden. Der notwendige kommunale Anteil wird über das Ökokonto der Gemeinde Hellenthal bereit gestellt.
Am Manscheider Bach, Wurfbach, Wolferter Bach, Pützbach und am Prether Bach sollen in den nächsten Monaten in ausgewählten Gewässerabschnitten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Fließgewässerdynamik, zur Belebung und Sicherung von Uferrandstreifen, zur Beseitigung von Ufer- und Sohlverbauungen und besonders für den Eisvogel die Anlage von Steilwänden gefördert werden.
Profitieren werden nicht nur die Hellenthaler Eisvögel, sondern vielmehr ist dieses Projekt ein weiterer wichtiger Beitrag für alle im und im Umfeld der Gewässer lebenden Pflanzen und Tiere.
 
 
Engagement für naturnahe Gewässer
Hellenthal setzt auf diesem Wege sein intensives Engagement für die Gewässerenaturierung und die naturnahe Gewässerunterhaltung konsequent weiter um. Beispielhaft ist das Engagement der Bürger, des BUND und der Biologischen Station in diesem zukunftsweisenden Prozeß der Gemeindeentwicklung.
Darauf können die Hellenthaler stolz sein.
 
 
 

 

Pressemitteilung
 
 
Nideggen/Eifel, 15.09.2009
 
Projektauftaktveranstaltung
 
"Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen"
 
Baumwarte für die Eifeler Streuobstwiesen
 

Zum Projektauftakt pflanzten die Initiatoren auf der Streuobstwiese

von Anni (2. v. r.) und Margret Stolz (4.v.r.) eine Quitte.

 


100.000 Euro LEADER-Förderung für die Kulturlandschaft
 
Innerhalb der 15 Leader Kommunen der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen finden sich zahlreiche Streuobstwiesen, die traditionell das Erscheinungsbild der Dörfer prägen und schmücken. Die Freude an alten Kulturlandschaften spiegelt sich in zahlreich besuchten Obstbaumblütenwanderungen und Obstwiesenfesten wieder. Auch der Informationsbedarf an dem Thema Streuobst nimmt rapide zu. Leider sind die meisten Streuobstwiesen nicht mehr in allerbestem Zustand und oft überaltert. Die schöne Obstwiese der Geschwister Stolz ist da eine Ausnahme und bildete die ideale Kulisse für die Auftaktveranstaltung des
von der EU und den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen finanzierten Leader Projektes „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“, welches sich aktiv dem Erhalt und der Ausweitung von Streuobstwiesen widmet.
 
Schon seit Jahren sind Anni und Margret Stolz Mitglieder der Fördergemeinschaft
naturnaher Obstwiesen und -weiden (Föno), führen regelmäßige Baumpflege durch und lassen ihre Äpfel zu Saft verarbeiten, von dessen Erlös ein Teil der Baumpflege bezahlt wird. Margret Stolz: „Innerhalb unserer Wiese gibt es einige alte Apfel- und Birnensorten, die heute kaum noch bekannt sind. Saft und Kompott aus unseren Obstbäumen ist daher einzigartig“.
 
Rund 100.000 Euro Förderung aus dem EU-LEADER Schwerpunkt fließen nun in das Projekt „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“. Über den vorliegenden
Bewilligungsbescheid freuen sich vor allem die Biologischen Stationen in den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen, die das Projekt fachlich unterstützen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region hatte die Initiative für die Förderung ausgewählt. Dass es sich um ein gemeinschaftliches Projekt in den Kreisen Düren, Aachen und Euskirchen unter Beteiligung der Kommunen und privater Partner handelt, betonten der LAG-Vorsitzende Hubert Breuer (Bürgermeister Gemeinde Simmerath) und LAG-Manager Alexander Sobotta.
Michael Schulze, Projektmanager bei der Biostation Euskirchen und verantwortlich für das Gesamtprojekt: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Baumschulmeisterin Ursula Gerke einstellen konnten. Hiermit haben wir für das Projekt eine sehr engagierte Fachfrau gefunden, mit Praxiserfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten in Baumschulen und im Obstbau und hervorragenden theoretischen Kenntnissen von Obstbaumsorten und Pflege sowie Beurteilung von Streuobstwiesen. Frau Gerke veröffentlicht regelmäßig in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften Fachbeiträge und Gartentipps und hat schon in der Vergangenheit Seminare zu Obstbaumschnitt und –veredelung für die Biologische Station durchgeführt.“
Mit verschiedenen Maßnahmen wird ein kreisübergreifendes Aktionsbündnis zum Thema Streuobst geschaffen. Bestehende Initiativen aus dem Bereich Obstbaumpflege, Vermarktung, Obstproduktion und Naturschutz werden vernetzt. Bis in die 1940iger Jahre gab es in der Eifel so genannte Baumwarte. Diese ehrenamtlich Aktiven waren vor Ort in den Gemarkungen und Dörfern Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Obstwiesen. Sie standen aber nicht nur mit Rat und Kenntnissen zur Verfügung, sondern haben auch im Auftrag der Landnutzer aktiv deren Bäume gepflegt.
Diese Tradition soll wieder belebt werden. Über die Laufzeit des Projektes von 3 Jahren wird ein Kompetenznetzwerk von Ansprechpartnern entstehen. Langfristig steht so eine wachsende Zahl von Obstbaumwarten vor Ort für Fragen rund um das Thema Streuobst.
Egbert Wilhelm von der Unteren Landschaftsbehörde Düren: „Die Ziele des Projektes sind für einen Einzelnen nicht zu erreichen. Wir brauchen daher in jedem Dorf engagierte Ansprechpartner für Streuobstwiesenbesitzer und –interessierte, die über die Pflege, Nutzung und Planung von Obstwiesen vor Ort beraten, informieren oder diese weitervermitteln an Spezialisten.“
Die Gruppe der fachkundigen „Spezialisten“ wird durch die von Frau Gerke innerhalb der nächsten 3 Jahre durchgeführten verschiedenen Lehrgängen und Seminaren aufgebaut.
Durch die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrgangsinhalten werden die Teilnehmer zu „Obstbaumwarten“ ausgebildet. Diese können dann ihre Tätigkeit sowohl beratend als auch praktisch ausführen und als Dienstleistung anbieten z.B. bei Sortenwahl, Anlageund Planung einer Obstwiese, Pflege von Alt- und Jungbäumen usw. Die Qualifikation zum Obstbaumwart, ermöglicht daher auch neue berufliche Perspektiven.
Die Lehrgänge werden ab Anfang 2010 als mehrtägige Seminare zum Obstbaumwart durchgeführt. Darüberhinaus ist jeder engagierte Streuobstliebhaber willkommen, der als ehrenamtlicher Ansprechpartner in den Dörfern der Leader Kommunen die Arbeit der künftigen Obstbaumwarte unterstützen möchte. Die Lehrgangsinhalte umfassen neben fachlichen Kenntnissen wie Sortenwahl, Pflege und Planungen auch naturschutzfachliche
und -rechtliche Kenntnisse und werden in einem gesonderten Flyer für Interessierte beschrieben.
Im neu geschaffenen Netz von Obstbaumwarten, werden sich kompetente
Ansprechpartner vor Ort für Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen finden.
 
Pressekontakt:
 
Projektkoordination:
Ursula Gerke
Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Str. 10
52937 Nettersheim
Tel.: 02486-950715
Fax: 02486-950730
u.gerke@biostationeuskirchen.de
www.biostationeuskirchen.de
Regionalmanagement der LEADERRegion:
 
Lokale Aktionsgruppe (LAG)
der LEADER-Region Eifel
beim Naturpark Nordeifel e.V.
Alexander Sobotta (LAG-Manager)
Steinfelder Str. 8
53947 Nettersheim
Tel.: 02486-911122
Fax: 02486-911116
sobotta@naturpark-eifel.de
www.leader-eifel.de
 
 
Pressemitteilung
 
Stolberg/Eifel, 20.10.2009
 
Baumwarte für die Eifeler Streuobstwiesen
 

 

 

 

 

100.000 Euro LEADER-Förderung für die Kulturlandschaft
 
In den Eifelgemeinden der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen finden sich zahlreiche Streuobstwiesen, die traditionell das Erscheinungsbild der Dörfer prägen und schmücken. Die Freude an alten Kulturlandschaften spiegelt sich in zahlreich besuchten Obstbaumblütenwanderungen und Obstwiesenfesten wieder. Auch der Informationsbedarf an dem Thema Streuobst nimmt rapide zu.
In dieser Woche kommt die mobile Saftpresse am Standort der Biostation Aachen in Stolberg zum Einsatz. Die Anlieferer bringen eigenes Obst und nehmen den daraus gepressten Saft wieder mit zurück. Ein guter Anlass für die Auftaktveranstaltung des von der EU und den Kreisen Aachen, Düren und Euskirchen finanzierten Projektes „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“.
Die Biostation Aachen bietet schon seit Jahren mit der vom Kreis finanzierten mobilen Saftpresse Streuobstwiesenbesitzern ihr Obst zu vermosten. So können Sie den Saft ihrer eigenen Äpfel und Birnen gut verpackt und haltbar gemacht in 5 Liter Bag in Box Systemen mit nach Hause nehmen.
Rund 100.000 Euro Förderung aus dem EU-LEADER Schwerpunkt fließen nun in das Projekt „Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen“, welches sich aktiv dem Erhalt und der Ausweitung von Streuobstwiesen widmet. Das Projekt wird fachlich durch die Biologischen Stationen Aachen, Düren und Euskirchen unterstützt.
Michael Schulze, Projektmanager bei der Biostation Euskirchen und verantwortlich für das Gesamtprojekt: „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Baumschulmeisterin Frau Ursula Gerke einstellen konnten. Hiermit haben wir für das Projekt eine sehr engagierte Fachfrau gefunden, mit Praxiserfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten in Baumschulen und im Obstbau und hervorragenden theoretischen Kenntnissen von Obstbaumsorten und Pflege sowie Beurteilung von Streuobstwiesen. Frau Gerke veröffentlicht regelmäßig in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften Fachbeiträge und Gartentipps und hat schon in der Vergangenheit Seminare zu Obstbaumschnitt und –veredelung für die Biologische Station durchgeführt.
Mit verschiedenen Maßnahmen wird ein kreisübergreifendes Aktionsbündnis zum Thema Streuobst geschaffen. Bestehende Initiativen aus dem Bereich Obstbaumpflege, Vermarktung, Obstproduktion und Naturschutz werden vernetzt.
 
Bis in die 1940iger Jahre gab es in der Eifel so genannte Baumwarte. Diese ehrenamtlich Aktiven waren vor Ort in den Gemarkungen und Dörfern Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Obstwiesen. Sie standen aber nicht nur mit Rat und Kenntnissen zur Verfügung, sondern haben auch im Auftrag der Landnutzer aktiv deren Bäume gepflegt. Diese Tradition soll wieder belebt werden.
 
Über die Laufzeit des Projektes von 3 Jahren wird ein Kompetenznetzwerk von Ansprechpartnern entstehen. Langfristig steht so eine wachsende Zahl von Obstbaumwarten vor Ort für Fragen rund um das Thema Streuobst, Fördermöglichkeiten und auch für den praktischen Baumschnitt und Neuanlage von Streuobstwiesen zur Verfügung. Die Etablierung des Netzwerkes in Regionen ist beabsichtigt und fördert die Nachhaltigkeit der Streuobstwiesenbetreuung.
 
Richard Bollig von der Unteren Landschaftsbehörde Aachen: „Die Ziele des Projektes sind für einen Einzelnen nicht zu erreichen. Wir brauchen daher in jedem Dorf engagierte Ansprechpartner für Streuobstwiesenbesitzer und –interessierte, die über die Pflege, Nutzung und Planung von Obstwiesen vor Ort beraten, informieren oder diese weitervermitteln an Spezialisten.“
Die Gruppe der fachkundigen „Spezialisten“ wird durch die von Frau Gerke innerhalb der nächsten 3 Jahre durchgeführten verschiedenen Lehrgängen und Seminaren aufgebaut. Durch die erfolgreiche Teilnahme an allen Lehrgangsinhalten werden die Teilnehmer zu „Obstbaumwarten“ ausgebildet. Diese können dann ihre Tätigkeit sowohl beratend als auch praktisch ausführen und als Dienstleistung anbieten z.B. bei Sortenwahl, Anlage- und Planung einer Obstwiese, Pflege von Alt- und Jungbäumen usw. Die Qualifikation zum Obstbaumwart, ermöglicht daher auch neue berufliche Perspektiven.
Die Lehrgänge werden ab Anfang 2010 als mehrtägige Seminare angeboten. Darüber hinaus ist jeder engagierte Streuobstliebhaber willkommen, der als ehrenamtlicher Ansprechpartner in den Dörfern der Leader Kommunen die Arbeit der künftigen Obstbaumwarte unterstützen möchte.
Die Lehrgangsinhalte umfassen neben fachlichen Kenntnissen wie Sortenwahl, Pflege und Planungen auch naturschutzfachliche und -rechtliche Kenntnisse und werden in einem gesonderten Flyer für Interessierte beschrieben.
Im neugeschaffenen Netz von Obstbaumwarten, werden sich kompetente Ansprechpartner vor Ort für Eigentümer und Bewirtschafter von Streuobstwiesen finden. Damit wird die Arbeit bestehender Aktionsgruppen aus
 
 
 
Pressekontakt:
 
Projektkoordination:
 
 
Ursula Gerke
Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Str. 10
52937 Nettersheim
Tel.: 02486-950715
Fax: 02486-950730
u.gerke@biostationeuskirchen.de
www.biostationeuskirchen.de
 
 
 
 
Regionalmanagement der LEADER-Region:
 
Lokale Aktionsgruppe (LAG)
der LEADER-Region Eifel
beim Naturpark Nordeifel e.V.

Alexander Sobotta (LAG-Manager)
Steinfelder Str. 8
53947 Nettersheim

Tel.: 02486-911122
Fax: 02486-911116
sobotta@naturpark-eifel.de
www.leader-eifel.de
 

 

 

24. Juni 2009
 
HIT Umweltstiftung erhält den OSCAR der Landschaftspflege
 
Hohes Engagement der privaten Stiftung erfährt bundesweite Würdigung
 
Foto: Josef Göppel (DVL-Vorsitzender) Christoph Heider
(Geschäftsführer HIT-Stiftung) Christian Boetticher
(Umweltminister Schl.-Holstein) v.l.n.r
 
 
Glücksburg: Die HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH mit Sitz in Zülpich wurde am 24.06.2009 für ihr bundesweit hohes Engagement in der Förderung von Projekten im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Den festlichen Rahmen für die Verleihung bot das Schloss Glücksburg in Schleswig-Holstein, wo in diesem Jahr der Deutsche Landschaftspflegetag stattfand.
 
Eingeladen zu diesem Kongress hatte der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V – Dachverband der Biologischen Stationen und Landschaftspflegeverbände. Er Vereinigt Naturschutzverbände, Landwirte und Kommunalpolitiker, die gemeinsam naturnahe Landschaftsräume erhalten oder neu schaffen wollen.
 
Die hohe Ehrung nahm stellvertretend für die Stiftung ihr Geschäftsführer Christoph Heider aus den Händen des Vorsitzenden des DVL Josef Göppel, MdB und des schleswig-holsteinischen Umweltministers Christian von Boetticher, MdL entgegen.
 
HIT Umweltstiftung
In seiner Laudatio hob Göppel das große und „sehr erfolgreiche“ Engagement der Stiftung hervor: „HIT steht für Qualität nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern vielmehr auch für Engagement im Natur- und Umweltschutz“. 
 
Seit mehr als 6 Jahren ist die Stiftung nun bundesweit in der Projektförderung aktiv und hat im Naturschutz und der Landschaftspflege fortwährend äußerst positiv gewirkt und Zeichen gesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung von Projekten und Maßnahmen in den Kategorien Biotopschutz, Artenschutz und Umweltbildung.
 
Göppel betonte: „Privates Engagement im Naturschutz ist vor dem Hintergrund immer knapperer öffentlicher Kassen von besonderer Bedeutung. Wenn diese Bemühungen um Naturschutz und Landschaftspflege in privater Hand auch professionalisiert werden, ist das ein klares Bekenntnis zum Schutz von Natur und Landschaft und vielmehr auch zur Bereitschaft zum breiten gesellschaftlichen Engagement.“
 
Bisher wurden über die HIT Umweltstiftung bundesweit etwa 60 Biotopschutzprojekte gefördert. Auch im Bereich der Umweltbildung und des Artenschutzes hat sich die HIT Umweltstiftung einen Namen gemacht.
 
Herausragende regionale Projekte sind:
 
-       Die Renaturierung des Schwarzbaches in der Rureifel und der Erhalt trockenwarmer Standorte im Kreis Düren
-        Die Durchführung der ersten regionalen Wiesenmeisterschaft im Kreis Euskirchen
 
Mit der finanziellen Unterstützung eines Projektes zur Wiederansiedlung des Maifischs im Rheinsystem hat die HIT Umweltstiftung bundesweit besonders wichtige Akzente gesetzt.

 

 

 

Fast 20 Jahre erfolgreiche Arbeit für den ländlichen Raum

 Biologische Station ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

 

- Nettersheim: „Mit ihrer nunmehr fast 20 jährigen Tätigkeit hat die Biologische Station im Kreis Euskirchen einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Natur- und Artenschutz und zum Erhalt der Biodiversität der Kulturlandschaft geleistet und darüber hinaus auch ihre starke wirtschaftliche Bedeutung für den ländlichen Raum deutlich gemacht“, so Volker Hoffmann, Vorsitzender des Trägervereins der Biologischen Station mit Sitz in Nettersheim. „Die Landwirte, die Naturschützer, die Kommunen, die Politik , alle schätzen die hier geleistete Arbeit für den ländlichen Raum ebenso wie die zahlreichen regionalen Firmen, die von Aufträgen der Biologischen Station profitierten“, so Hoffmann weiter.

 

Natur- und Artenschutz als Wirtschaftsfaktor

„Immerhin sind mit der bisherigen Tätigkeit der Biologischen Station mehr als 12 Millionen € hier in die Region geflossen. Fast 7,5 Millionen € davon sind direkt über Projekte zum Natur- und Artenschutz sowie zur Gewässerrenaturierung in die hiesige Wirtschaft investiert worden“, berichtete Dieter Pasch, Geschäftsführer der Biologischen Station. Das Team der Station umfasst sieben Fachkräfte, die durch zeitlich befristetes Projektpersonal ergänzt wird.


Volles Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre

Für das Jahr 2009 und auch für die folgenden Jahre hat das Team der Biologischen Station ein pralles Arbeitsprogramm. Allein im Kulturlandschaftsprogramm, in dem Landwirte als Dienstleister in der Landschaftspflege tätig sind, müssen kreisweit mehr als 2200 Hektar Fläche „betreut“ werden. Tendenz wieder steigend. Im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform hat das Land auch Teilaufgaben der bisherigen Ämter für Agrarordnung (Ackerrandstreifen etc.) über die Landkreise an die Biologischen Stationen übertragen. „Das unterstreicht die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz und stärkt die Arbeit der Biologischen Station“, erläutert Clemens Pick die aktuelle Situation. Weitere wichtige Aufgaben sind wissenschaftliche Arbeiten in den NATURA-2000-Gebieten, Erfassungen in den Bereichen Flora und Fauna im Auftrag von Land und Kreis.

 

EU-Gelder beantragt

Mit zwei Naturschutzgroßprojekten hofft die Biologische Station in den nächsten Jahren wieder verstärkt europäische Mittel in den Kreis Euskirchen holen zu können. Im Fördertopf LIFE+ ist bereits das Projekt „Wald-Wiesen-Täler“ mit den vier benachbarten Biologischen Stationen AC, DN, SU, GM in Brüssel beantragt. In diesem Jahr soll unter dem Titel „Allianz für Hochheiden“ ein Projekt mit dem Landschaftspflegeverband Westliches Erzgebirge auf den Weg gebracht werden. „Mit diesen Naturschutzprojekten könnten erneut mehrere Millionen Euro in die Region fließen“, so Volker Hoffmann.

 

Kooperation mit Belgien und Luxemburg

Auch international sind mit den Kooperationspartnern in Belgien und Luxemburg ganz konkrete Artenschutzprojekte geplant. In Belgien ist der Naturschutzverband NATAGORA und in Luxemburg sind die Zweckverbände Luxemburg West und Central mit ihren Biologischen Stationen die direkten Partner der Station.

 

Neuer Vorstand im Amt

Volker Hoffmann (Naturschutz) , Clemens Pick (Kommunalpolitik) und Alfons Lückerath bilden den Vorstand der Biologischen Station. Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Station ist das enge Zusammenwirken von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft und Kommunalpolitik im Vorstand des Vereins. Dieses Modell der Drittelparität wird seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert.

 

2010 wieder Wiesenmeisterschaft ?

Vielleicht klappt es im nächsten Jahr, die erste Wiesenmeisterschaft der Gesamteifel zu starten! „Erste Gespräche mit den Rheinland-Pfälzern wurden bereits geführt“, so Dieter Pasch, „ jetzt brauchen wir noch potentielle Sponsoren“.

 
 
Presseveranstaltung am 21.05.09
im Peterbachtal (Hellenthal)

 

Den Eisvogel fest im Blick

 

- Hellenthaler Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für den fliegenden Edelstein-

 

 

Hellenthal: Der Eisvogel ist für die Hellenthaler mehr als nur das Wappentier der Nationalparkgemeinde. Das haben mehr als 30 engagierte Bürgerinnen und Bürger bei einem Workshop auf Einladung der Gemeinde Hellenthal, des BUND und der Biologischen Station deutlich gemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Infos rund um den Eisvogel, Patenschaften, Wettbewerbe, Sponsoring, Umsetzung konkreter Maßnahmen an Gewässern, Aktionen, Exkursionen sind Ideen, die nun in nächster Zeit in die Tat umgesetzt werden sollen. Der strenge Schutz des Eisvogels steht jedoch bei allen Überlegungen im Vordergrund.

 

Fliegender Edelstein Der Eisvogel ist Botschafter für lebendige Fliessgewässer und gleichzeitig ein Garant für eine weitgehend intakte Ökologie dieser Lebensräume. Dennoch: Der Eisvogel steht auf den roten Listen der gefährdeten Arten und wird auch bei der Europäischen Kommission als besonders gefährdete Art gelistet. Anlass genug für die Hellenthaler für ihr Wappentier tätig zu werden und das nicht so lange der Eisvogel Vogel desnur im Jahr des Eisvogels.

 

 

 

Presseveranstaltung Eisvogelwanderwegeröffnung

 

-Ein Wanderweg für das fliegende Juwel-

 

Auszug aus Pressetext vom 23./24. Mai 2009

 

Der Eisvogel hat in der Gemeinde Hellenthal inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Der farbenprächtige Vogel wurde zum Nationalparktier der Gemeinde auserkoren, zum anderen wurde am Donnerstag, 21. Mai  der "Eisvogelwanderweg" im Prethtal an der Udenbrether Mühle durch Bürgermeister Manfred Ernst, begleitend mit einer Ausstellung über den Eisvogel, eröffnet.

Der Hellenthaler Rainer Weiher zeigte während der Wanderwegseröffnung fantastische Fotos des Eisvogels, die er eigens seit den 70ger Jahren angefertigt hat.

Dieter Pasch, von der Biologischen Station in Nettersheim nannte den bunten Vogel einen "Glücksfall für die Gemeinde Hellenthal". Die überaus attraktive Tierart ziehe viele Interessenten an.

 

Der Flyer über den "Fliegenden Edelstein" und die Wanderrouten rund um das Prether Bachtal ist in der Tourist-Info im Hellenthaler Rathaus erhältlich.

 

Eisvogel Projekt 2009

Pressetext aus der Bürgerinfo Ausgabe 02/09

 

 

 

Pressemitteilungen / Presseberichte

2006/2007

 

Nettersheim/Bettembourg -
- eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit besiegelten

jetzt die Biologische Station des Kreises Euskirchen und die beiden

Luxemburger Zweckverbände "Zentrum" und "West",
die sich ähnlichen Zielen verschrieben haben wie die Biologische Station.
Die Vertragsunterzeichnung fand im Schloss Bettembourg in Luxemburg statt.
"Kooperationen sind immer ein Garant für erfolgreiche Arbeit

und der Schlüssel zur Umsetzung neuer Ideen und Projekte",

sagte Landrat Günter Rosenke als Vertretet des Kreises Euskirchen.
Auch Volker Hoffmann, der Vorsitzende des Trägervereins

der Biologischen Station, würdigte den grenzüberschreitenden Vertrag

als Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Perspektiven

für den ländlichen Raum".

Roby Biwer, Präsident der SICONA West und Hausherr im Schloss Bettembourg sowie sein Kollege Fernand Etgen von der SICONA Centre

schlossen sich dieser Einschätzung an.

Die Kooperation sei die Basis für die notwendige Lobbyarbeit im Sinne

von Naturschutz und Landschaftspflege in Brüssel.

Alle drei Organisationen haben ähnliche Ziele wie die Kulturlandschaftspflege,

den Erhalt der Artenvielfalt und die Mitarbeit bei der kooperativen Umsetzung
der Pflege und Entwicklung von Natura-2000-Gebieten.
In diesem Jahr beginnt auf EU-Ebene ein neuer Förderzeitraum,

damit können neue Projekte auf die Schiene gesetzt werden.

Insofern sei der Zeitpunkt für den Kooperationsvertrag gut gesetzt,

meinte Landrat Rosenke.
Die Verbände werden nun konkrete Projekte in den Förderprogrammen "Life"

und "Interreg" vorbereiten.

 

13.04.2007

 

 

Kölner Stadt-Anzeiger - Nr. 86


Kooperation mit Luxemburg


Drei Organisationen fördern Naturschutz und Landschaftspflege

 

Kreis Euskirchen -

- Mit einem "Ehrenwein" wurde im Schloss Bettemburg in Luxemburg

die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen

der Biologischen Station des Kreises Euskirchen

und den Luxemburger Zweckverbänden "Zentrum" und "West" gefeiert. "Kooperationen sind ein Garant
für erfolgreiche Arbeit und Schlüssel zur Umsetzung neuer Ideen",

sagte Landrat Günter Rosenke.
Auch Volker Hoffmann, der Vorsitzende des Trägervereins

der Biologischen Station, würdigte den grenzüberschreitenden Vertrag

als Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Perspektiven
für den ländlichen Raum.

" Fernand Etgen, Präsident der SICONA Centre" sah es europäisch:
"Diese Kooperation ist die Basis für notwendige Lobbyarbeit im Sinne

von Naturschutz und Landschaftspflege in Brüssel."

Die drei Einrichtungen haben weitgehend identische Ziele und Schwerpunkte: Kulturlandschaftspflege,Erhalt der Biodiversität und Mitarbeit bei der Umsetzung der Pflege und Entwicklung von Natura 2000-Gebieten.
Grundprinzip ist die Beteiligung sämtlicher betroffener Verbände, Behörden, Politiker, Eigentümer und Landnutzer.
Mit dem Jahr 2007 beginnt auf EU-Ebene ein neuer Förderzeitraum.

Neue Projekte können auf den Weg gebracht werden.
"Insofern ist der Zeitpunkt zur Besiegelung dieser internationalen Kooperation mehr als gut gewählt," so Rosenke.
Gemeinsam werden konkrete Projekte in den Fördertöpfen "LIFE+ und "INTERREG" vorbereitet.

 

 

 

15.Mai 2006

 

Ausstellungseröffnung "Lebendige Bäche in der Eifel"

-Pressetermin -


<!-- Titel) --> <!-- Kopfzeile) -->
LIFE-Natur-Projekt

"Wiederherstellung des Lebensraums oligotropher Mittelgebirgsbach"

Gemeinschaftsprojekt der Biologischen Stationen
im Kreis Aachen und im Kreis Euskirchen

unserere Wanderausstellung "Lebendige Bäche in der Eifel"
wird vom 15. Mai 2006 bis zum 09. Juni 2006 bei der Bezirksregierung in Köln,
Zeughausstrasse 2-10, zu sehen sein.

Die feierliche Eröffnung wird durch Herrn Regierungspräsident Peter Lindlar vorgenommen und findet am Montag, den 15. Mai 2006 um 14.00 Uhr
im Foyer zum Casino (1. Stock) statt.

Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir Ihnen anhand eines Kurzfilms

und eines Bildvortrages Einblicke in unser Projekt geben.

Ziel des Projektes ist es, den Lebensraum Mittelgebirgsbach an Rur,

Perlenbach und Kyll zu verbessern.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

 

 

 

Pressemitteilung für den 18.05.2006

Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar besucht
Biologische Station im Kreis Euskirchen

<!-- Titel) --> <!-- Kopfzeile) -->
Sichtlich beeindruckt zeigte sich der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar über die Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Naturschutzprojekte

der Biologischen Station.

"Für den ländlichen Raum ist die Arbeit der Station von großer Bedeutung.

Die hier gezeigten Projekte sind gelungene Beispiele dafür,

wie ökologische Interessen und ökonomische Aspekte

miteinander vereint werden können",

so Hans Peter Lindlar während des halbtägigen Besuches in der Eifel.

Vertrauensvolle, regionale Arbeit
Insgesamt wurden in den letzten drei Jahren rund 6,7 Millionen Euro im Rahmen

von drei Naturschutzprojekten der Biologischen Station in der Region "investiert".

Alle Projekte wurden zu jeweils 50% aus unterschiedlichen

Töpfen der EU (LIFE-Natur, ZIEL 2 und INTERREG) finanziert.

Den anderen Teil der Gelder stellten das Land und der Kreis Euskirchen

zur Verfügung.

Der Kreis Euskirchen und die Gemeinden in den Projektgebieten

haben die Projekte maßgeblich unterstützt.

"Das spricht für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit der Biologische Station", so der Regierungspräsident.

Landrat steht zur Arbeit der Biologischen Station
Auch Landrat Rosenke machte deutlich, daß die Biologische Station in ihrer

bisher 15jährigen Tätigkeit zu einer wichtigen und weithin bekannten Einrichtung im Kreis Euskirchen geworden ist.

"Sie hat eine größere Bedeutung für die lokale Wirtschaft,

als es dem Menschen auf der Straße auf Nachfrage zunächst bewußt ist",

so der Landrat.

"Der Kreis Euskirchen und ich als Landrat stehen zur geleisteten Arbeit

der Biologische Station und wir hoffen,

daß diese erfolgreiche Arbeit trotz der Kürzungen der Landesmittel

in den nächsten Jahren fortgesetzt werden kann.

Der Kreis Euskirchen wird dazu - trotz der äußerst schwierigen Finanzlage -

das ihm Mögliche beitragen".

Den Regierungspräsidenten erwartete nach einer Besichtigung des Stationsgebäudes der Biologischen Station in Nettersheim

ein straffes Programm im Gelände.

Steilvorlage des Kreises Euskirchen
Mit dem ZIEL-2-Projekt "Bachpassagen" führt die Biologische Station

ihr bisher größtes Projekt zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit von Fließgewässern durch.

Im gesamten Mittelgebirgsraum der Eifel wurden zahlreiche Gewässersysteme bearbeitet, in dem enge Verrohrungen,

Abstürze oder ähnliche Hindernisse entfernt und durch Brücken,

Furten oder andere Bauwerke ersetzt wurden.

"Die Bäche werden ökologisch enorm aufgewertet und können somit

auch wieder einen wichtigen Beitrag zur Selbstreinigungskraft leisten",

erläuterte Dr. Jochen Mölle, Projektleiter der Biologischen Station.

Insgesamt wurden in 2005 etwa 80 Baumaßnahmen mit den Schwerpunkten

in Schleiden, Hellenthal und Dahlem durchgeführt.

In diesem Jahr folgen Bad Münstereifel, Mechernich, Nettersheim und Kall

mit insgesamt weiteren 70 Baustellen.

"Das ist eine Steilvorlage des Kreises Euskirchen für die demnächst anstehende Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie",

so Dieter Pasch, Geschäftsführer der Biologischen Station.

Intensive Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz

Im Kreis Euskirchen haben Naturschutz und Landschaftspflege

bereits eine lange Tradition.

Bereits vor 20 Jahren wurden hier die ersten Verträge zum

Vertragsnaturschutz abgeschlossen.

"Um die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz

zu intensivieren", so Landrat Günter Rosenke in seiner Begrüßungsansprache," haben alle Fraktionen des Kreistages der Auflage eines Kulturlandschaftsprogrammes zugestimmt.

"Grundlage dieser erfolgreichen regionalen Arbeit sei die enge und

vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Unterer Landschaftsbehörde

und Biologischer Station, so der Landrat.

Moorlehrpfad eröffnet
Besonders wichtig ist es, auch in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz

für den Einsatz öffentlicher Mittel für Naturschutz und

Landschaftspflege zu erreichen.

"Mit dieser Strategie hat die Biologische Station "An der Wasserdell" in Dahlem einen Lehrpfad errichtet, der über den Lebensraum des Heidemoores,

dessen ökologische Bedeutung, die durchgeführten Maßnahmen

und über die Historie des Gebietes informieren", so Regierungspräsident Lindlar bei der Eröffnung des Moorlehrpfades in Dahlem.

Der neu eröffnete Moorlehrpfad ist Teil der Moorroute des INTERREG-Projektes "Heiden, Moore, Wiesen".

Viele der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten stehen auf den

Roten Listen und sind auf den Erhalt dieser Restlebensräume angewiesen", berichtet Alexander Mülfarth, Projektmitarbeiter der Biologischen Station.

Dieter Pasch

 

 

 

Pressemitteilung für den 12.06.2006

Delegation aus Sachsen besucht Projekte
der Biologische Station im Kreis Euskirchen


<!-- Titel) --> <!-- Kopfzeile) -->
Sichtlich beeindruckt zeigte sich die Gruppe aus Sachsen über die Vielzahl

der erfolgreich durchgeführten Naturschutzprojekte der Biologischen Station.

"Für den ländlichen Raum ist die Arbeit der Station von großer Bedeutung.

Es sind gelungene Beispiele dafür, wie ökologische Interessen

und ökonomische Aspekte miteinander vereint werden können",

so Stiftungsdirektor Bernd-Dietmar Kammerchen von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt.

Kammerchen führt die Gruppe aus Sachsen, die sich aus Bürgermeistern, Naturschutzexperten und Vertretern einiger hoher Umweltfachbehörden

des östlichen Bundeslandes zusammensetzt,

auf der insgesamt viertägigen Reise durch Nordrhein-Westfalen.

Auf dem Programm stehen Besuche des Umweltministeriums in Düsseldorf,

der NRW-Stiftung, des Bundesamtes für Naturschutz und der Natur-

und Umweltschutz-Akademie NRW sowie ein Kurzbesuch im Nationalpark Eifel.

Vertrauensvolle, regionale Arbeit
Besonders interessiert zeigten sich die Sachsen an der regionalen Verankerung der Biologischen Station, die seit 15 Jahren im Kreis Euskirchen tätig ist. "Regionale Naturschutzarbeit heißt Zusammenarbeit mit allen Beteiligten

und die pflegen wir von Anfang an" so Dieter Pasch,

Geschäftsführer der Biologischen Station, der die Gruppe bei ihrer Exkursion durch die Eifel führte.

Grenzüberschreitende Projekte
Zu den herausragenden Projekten der Biologischen Station gehören

die Abwicklung des Kulturlandschaftsprogrammes und

die "Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an Fließgewässern".

So wurden in den betroffenen Kommunen und dem Kreis in den

letzten drei Jahren rund 6,7 Millionen Euro im Rahmen von drei Naturschutzprojekten der Biologischen Station in der Region "investiert".

Alle Projekte wurden zu jeweils 50% aus unterschiedlichen Töpfen der EU

(LIFE-Natur, ZIEL 2 und INTERREG) finanziert.

Den anderen Teil der Gelder stellten das Land und der Kreis Euskirchen

zur Verfügung.

Der Kreis Euskirchen und die Gemeinden in den Projektgebieten

haben die Projekte maßgeblich unterstützt.

"Das spricht für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit der Biologische Station", resümierte Bernd-Dietmar Kammerchen.

Eindrucksvolle Landschaft
Die Natur der Eifel präsentierte sich den Besuchern mit prächtig blühenden Wiesen und der abwechslungsreichen Landschaft

der Mittelgebirgslagen des Kreises Euskirchen.

Gegen Abend genoß die Gruppe den eindrucksvollen Blick vom Kalvarienberg

auf das Gebiet der Alendorfer Kalktriften und das Lampertsbachtal.

Dieter Pasch

 

 

Pressemitteilung für den 14.06.2006

Landschaftspflege mit Landwirten wird massiv beschnitten

-Erhebliche Nachteile für den ländlichen Raum-

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Heinen und Dr. Wolf Bauer
informieren sich vor Ort über die Situation im ländlichen Raum

<!-- Titel) --> <!-- Kopfzeile) --> Starke Mittelkürzungen der EU bei gleichzeitiger Ausweitung des Aufgabenspektrums

haben im Bereich der ländlichen Entwicklung zu ersten tiefgreifenden Einschnitten geführt.

Die Landwirte fühlen sich im Stich gelassen.

Zur Stärkung der ländlichen Entwicklung müssten dringend

Mittelumschichtungen innerhalb EU-Landwirtschaftspolitik erfolgen,

um attraktive Erholungslandschaften in der Nähe von Ballungsräumen zu sichern.

Nur noch nach Prioritätenliste
Bereits bei den anstehenden Vertragsverlängerungen zum Kulturlandschafts-programm in diesem Jahr bekommen die Landwirte zu spüren,

daß deutlich weniger Geld zur Verfügung steht.

Zunächst gibt es nur jährliche Verlängerungen

statt bisher Verträge über 5 Jahre.

Allein im Kreis Euskirchen können in 2006 etwa 180 ha Fläche

mit einer Fördersumme von 70.000.-€ nicht mehr verlängert wurden.

"Viele Landnutzer, die sich seit Jahren engagiert für die Umwelt einsetzen, verlieren jegliche Planungssicherheit", so Dieter Pasch.

Darüber hinaus kann von einer Vernetzung von Gebieten im Sinne der EU-Vorgaben zum Stopp des Artenschwundes (Göteburger Beschlüsse)

wohl keine Rede mehr sein.

Beitrag für attraktive und funktionsfähige Kulturlandschaft
Landschaftspflege durch Landwirte hat im Kreis Euskirchen eine lange Tradition. Fast 500 Landwirte bewirtschaften weit mehr als 2200 ha Fläche

und das teilweise seit mehr als 20 Jahren.

"Unsere Landwirte leisten hier einen enormen Beitrag für eine attraktive und funktionsfähige Kulturlandschaft.

Diese Aufgabe kann sowohl aus wirtschaftlicher als auch

aus ökologischer Sicht nicht hoch genug eingeschätzt werden",

so Dieter Pasch zu den Abgeordneten.

Verlierer ist der ländliche Raum
Großer Verlierer der geplanten Kürzungen ist der ländliche Raum!

Viele Landwirte, die sich im Bereich der konkreten Umweltdienstleistungen ein Einkommensstandbein erarbeitet haben oder gar ihren Betrieb

darauf ausgerichtet haben,verlieren ihre berufliche Perspektive.

Das über viele Jahre gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Landwirtschaft und Naturschutz wird einem enormen Belastungstest unterzogen.

Auch die Kommunen im ländlichen Raum sehen diese Entwicklung

mit großer Sorge: "Ohne eine intakte landwirtschaftlich

geprägte Kulturlandschaft verliert unsere Mittelgebirgslandschaft ihren Reiz

und ihre touristische Anziehungskraft und damit gehen

im ländlichen Raum viele Arbeitsplätze verloren."

Abgeordnete wollen sich für den ländlichen Raum einsetzen
Pasch bat die Abgeordneten, die Landwirte und die Kulturlandschaft in der Eifel nicht im Regen stehen zu lassen.

Bereits 26. Juni 2006 könnten die Abgeordneten sich im Bundestag im Rahmen der dort stattfindenden öffentlichen Anhörung

(Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)

für die Entwicklung und Förderung der ländlichen Räume einsetzen,

in dem sie für eine Mittelumschichtung zu Gunsten der zweiten Säule

der Agrarpolitik plädieren.

Attraktive Landschaften sichern/schaffen Arbeitsplätze
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung fordert auch der Deutsche Verband

für Landschaftpflege eine klare Prioritätensetzung:

Dabei haben der Aufbau und die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und die Umsetzung von NATURA 2000 eine hohe Priorität.

Die einfache Rechnung lautet:

Attraktive Landschaften sind wichtiger Ansatzpunkt für Arbeitsplätze

im ländlichen Raum.

Und das geht nun einmal nur mit einer entsprechenden Finanzausstattung

für die Förderung des ländlichen Raumes.

Dieter Pasch

 

 

 

Pressemitteilung für den 20.06.2006

Ausstellungseröffnung "Bachpassagen"


- eine Wanderausstellung im Hellenthaler Rathaus
-

<!-- Titel) --> <!-- Kopfzeile) -->
Die Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V. ist jetzt

im zweiten Jahr der Umsetzung ihres bislang größten Naturschutzprojektes,

dem Projekt Bachpassagen.

Dabei werden Gewässerverbauungen umgebaut oder entfernt,

um voneinader isolierte Bachabschnitte wieder miteinander zu verbinden.

"Nur so kann sich in unseren Bächen die natürliche Vielfalt der Eifelbäche

mit über 300 Tierarten wieder einstellen!" so Dieter Pasch,

Geschäftsführer der Biologischen Station.

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen erlangen 8 ausgewählte Bachtäler in den Eifellagen des Kreises Euskirchen wieder ihre sog. ökologische Durchgängigkeit. Dafür fließen 2 Millionen Euro der Europäischen Union und 2 Millionen Euro

der Landes NRW in unsere Region und verbleiben auch dort.

Ein Umstand der auch von Bürgermeister Manfred Ernst sehr begrüßt wurde. Außerdem freute er sich darüber, daß modellhaft in unseren Bachtälern

der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie vorgegriffen wurde.

"Alles in Allem eine Runde Sache für uns und unsere wertvollen Lebensräume!" Eine Wanderausstellung soll dazu beitragen,

die ökologische Bedeutung der Maßnahmen den interessierten Menschen anschaulich näher zu bringen.

Diese wird in diesem Sommer in den Rathäusern aller

Eifelgemeinden zu sehen sein.

Die 6 Schautafeln wurden von den Fachleuten der Biologischen Station

leicht verständlich, gut lesbar und mit vielen beeindruckenden Bildern gestaltet. Die Ausstellung wurde am Dienstag, den 20. Juni von Bürgermeister

Manfred Ernst feierlich eröffnet und ist bis zum Ende der Sommerferien

im Sitzungssaal der Gemeinde Hellenthal zu bestaunen.

Dr. Jochen Mölle

 

 

 

28. November 2006

 

Wortbruch der Regierung Rüttgers?

-Die Zerschlagung der Biologischen Stationen beginnt -

<!-- Titel) --> <!-- Kopfzeile) --> Dachverband ist zu Gast bei der Landespressekonferenz



Sehr geehrte Damen und Herren,

konkrete Naturschutzarbeit vor Ort ist ohne die 41 biologischen

Stationen in NRW nicht denkbar.
Der Erhalt der Biologischen Vielfalt ist nur durch die ortsnahe

konkrete Arbeit zu sichern.

Keine 8 Wochen ist es her, da hielt die CDU NRW einen Landesparteitag

zum Thema "Umwelt- und Verbraucherschutz" ab.

Im Leitantrag wurden u.a. auch die Biologischen Stationen als wichtige

und zu erhaltende Einrichtungen genannt.

Mit den jetzt in den Arbeitskreisen der Regierungsfraktionen Entgegen

der Zusage des zuständigen Ministers Uhlenberg beschlossenen weiteren Kürzungen beginnt die Zerschlagung dieser Einrichtungen.

Wir laden Sie zu einem Pressegespräch ein, um Sie über die Hintergründe

zu informieren und unter anderem folgende Fragen zu beantworten:

die Biologischen Stationen - warum sie für die Erhaltung unserer heimischen Natur und Umwelt unverzichtbar sind.

Regierungsziel "Bewahrung der Schöpfung" und Kürzung der Naturschutz-Haushaltsmittel um über 50%: Von Feigenblättern und Potemkinschen Dörfern

Der Umgang mit ehrenamtlich engagierten Bürgern: Erst Kooperation zugesagt - dann Diktat von oben.