RiesenbärenklauAusbreitung des Riesenbärenklaus(Heracleum mantegazzianum)
Zahlreiche (270) Neophyten, das sind - botanisch gesehen - alle Pflanzen, die sich seit der Entdeckung Amerikas 1492 neu in Europa angesiedelt haben, sind inzwischen in unserer heimischen Flora vorhanden. Vielerorts stellen diese Arten kein Problem dar, sie leben mehr oder weniger unauffällig inmitten der Archeophyten, also der Pflanzenarten, die schon vor 1492 heimisch waren. Hierunter fallen Franzosenkraut, Frühlings-Greiskraut, Strahlenlose Kamille und Persischer Ehrenpreis. Problematischer sind diejenigen Neophyten, die in einigen Lebensräumen äußerst konkurrenzkräftig sind und dort heimische Pflanzen verdrängen ohne deren ökologische Funktionen zu übernehmen. Hierzu zählen Topinambur, Japanknöterich, Drüsiges Springkraut, Goldrute und als letztes der Riesenbärenklau. So kann ein Reinbestand sowohl vom Riesenbärenklau als auch vom Drüsigen Springkraut z. B. eine artenreiche Ufervegetation ablösen, trägt aber nicht zur Uferbefestigung bei. Als Folge werden die Uferbereiche verstärkt durchs Wasser abgetragen, in dem Rohboden können weitere Neophytensamen anlanden. Im Kreis Euskirchen bereiten besonders die Vorkommen des auch Herkulesstaude genannten Riesenbärenklaus Probleme. Diese Art wurde erstmals von den Botanikern SOMMIER & LEVIER 1895 beschrieben, die die Pflanze von ihrer Kaukasus-Reise mitbrachten. Es gibt aber Hinweise, daß die Herkulesstaude als Zierpflanze schon vorher nach Westeuropa in botanischen Gärten vorkam z.B. in England um 1852 und dies fast 100 Jahre keine Schwierigkeiten hervorrief.
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Impressionen vom ImagefilmSehen Sie hier einige Impressionen aus dem neuen Imagefilm der Biologischen Station Euskirchen e.V. als Bildergallerie. |











