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Natur und Landschaft im Kreis Euskirchen

Die Landschaft des Kreises Euskirchen ist durch die Unterschiede in den Bodenverhältnissen, den klimatischen Bedingungen und der Höhenlage geprägt und durch jahrhundertelange menschliche Bewirtschaftung und Nutzung geformt worden. Naturräumlich gesehen erstreckt sich der Kreis Euskirchen über folgende Einheiten:

Im Norden liegt die Zülpicher Börde, es folgt die Mechernicher Voreifel und schließlich die Mittelgebirgslagen der Kalkeifel, Westlichen Hocheifel, Rureifel, des Münstereifeler Waldes und der Ahreifel. Dabei findet ein steter Aufstieg der Höhe von 160 m ü.NN bis auf 690 m ü. NN statt.

Die Zülpicher Börde präsentiert sich als weitgehend ausgeräumte Landschaft mit fruchtbaren Böden und großen Ackerschlägen. Nur in Ungunstlagen oder Bach- und Talbereichen finden sich noch Rückzugsgebiete für die Tier- und Pflanzenwelt.

Die Voreifel wird charakterisiert durch den oftmals kleinflächigen Wechsel zwischen Ackerflächen und mitunter artenreichen Grünlandflächen.

In den Mittelgebirgslagen des Kreises Euskirchen überwiegt die Grünlandwirtschaft mit artenreichen Wiesen und Weiden. Rureifel und Westliche Hocheifel haben jedoch einen höheren Waldanteil.

Das Klima im Kreis Euskirchen ist dem subatlantisch-atlantischen Klimabereich mit milden Wintern und kühlen Sommern zuzuordnen.

Die Jahresmitteltemperaturen liegen in den tieferen Lagen um 8°C, oberhalb von etwa 500 m ü.NN bei 6,5 bis 7°C. Die durchschnittlichen Jahresniederschläge schwanken je nach Standort zwischen 500 und 1.200 mm.

Durch den Leeseiteneffekt der Eifel im Regenschatten der Ardennen können mitunter jährliche Schwankungen von 300 mm nach oben oder unten auftreten. Aufgrund der besonderen geologischen und klimatischen Verhältnisse haben sich im Gebiet des Kreises Euskirchen verschiedenartige Böden ausgebildet.

Der vorherrschende Bodentyp in der Zülpicher Börde ist die tiefgründige Parabraunerde mit bis zu 90 Bodenpunkten, die sich aus ein bis zwei Metern starken Lößauflagen entwickelt hat.

In den übrigen Gebieten des Kreises dominieren die Braunerden, die jenach Ausgangsgestein basische oder saure Bodenreaktion zeigen sowie die nährstoff- und basenreicheren Auenböden der Bachtäler.

In den Hanglagen der Voreifel und in Mittelgebirgslagen finden sich häufig flachgründige, meist mehr oder weniger steinige Böden, die als Rendzinen (auf Kalkgestein) oder Ranker (auf Grauwacke oder Schiefer) bezeichnet werden.